Für den Bundespreis „Zu gut für die Tonne“ 2021 ist der Fischer vom Gülper See, Wolfgang Schröder aus Strodehne, nominiert. Er überzeugte mit seinem Vorschlag „Saure Bratbrasse statt Beifang für die Tonne“ in der Kategorie Landwirtschaft und Produktion.  Insgesamt wird der Preis in fünf Kategorien vergeben. Am 20. Mai 2021 werden die Gewinner  von Julia Klöckner (CDU), Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, ausgezeichnet.

Kein Fisch landet in der Tonne

Wolfgang Schröder setzt mit seinem Fischereibetrieb seit geraumer Zeit auf nachhaltigen Fischfang. Beifang gibt es in dem Traditionsunternehmen nicht. Denn praktisch alles wird verarbeitet, kein Fisch landet in der Tonne. Wolfgang Schröder, der die Fischerei in der vierten Generation führt, verkauft seinen Fang im eigenen Hofladen und im dazugehörigen Imbiss.

Sogar Wollhandkrabben erhältlich

Neben der üblichen Lachsforelle können dort auch Hecht, Karausche, Raab und Wollhandkrabben erworben werden. Es gibt Fischleber, und auch Fischmilch kann probiert werden. Wer die sauer eingelegte Brasse (in der Havelregion auch Blei genannt) nicht testen möchte, kann auf Brassenburger ausweichen.

16 Projekte als Finalisten ausgewählt

Mit der Auszeichnung würdigt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zum sechsten Mal kreative Lebensmittelretter, die mit innovativen Projekten und großem Engagement dazu beitragen, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Aus 160 Einreichungen hat die achtköpfige Jury unter Vorsitz von Bärbel Dieckmann, ehemalige Präsidentin der Welthungerhilfe, 16 Projekte als Finalisten ausgewählt. Wolfgang Schröder, auf den der Wettbewerb wie maßgeschneidert wirkt, gehört dazu. Er muss sich nun in seiner Kategorie gegen drei weitere Finalisten - aus Bayern, Hessen und Berlin - durchsetzen.