Geld für Denkmal
: Frau aus Rathenow soll in Bronze gegossen werden - wie Norwegen eine frühere Bischöfin ehren will

Sie wurde 1939 in Rathenow geboren, zog 1946 nach Norwegen und machte dort theologische Karriere. Jetzt will man Rosemarie Köhn ein lebensgroßes Denkmal im Königreich setzen.
Von
René Wernitz
Rathenow
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Rosemarie Köhn wurde 1939 in Rathenow geboren und getauft. 1993 wurde sie in Norwegen zur ersten Bischöfin im Königreich. Seit 2021 ist sie Ehrenbürgerin der havelländischen Kreisstadt.

Simone Weber / Archiv

Sie stammt aus Rathenow und machte in Norwegen Karriere als eine lutherische Frau Gottes. Jetzt will man ihr dort ein lebensgroßes Denkmal setzen. Wie der Rathenower Heinz-Walter Knackmuß berichtet, werde Rosemarie Köhn noch immer im ganzen Land von den Menschen verehrt. Sie hätte in ihrer Amtszeit als Bischöfin des Bistums Hamar (1993 bis 2006) die seinerzeitige Norwegische Staatskirche den Menschen nähergebracht. 2017 wurde im Land die Trennung von Kirche und Staat vollzogen.

Spendenaktion brachte schon mehr als 100.000 Euro

„Sie hat sich nicht an Konventionen gehalten und hat alte Zöpfe in einer verkrusteten Kirchenhierarchie abgeschnitten und neues Leben in den Kirchenbetrieb gebracht“, so Knackmuß, der maßgeblichen Anteil daran hat, dass die 1939 in Rathenow geborene und getaufte Rosemarie Köhn im Vorjahr zur Ehrenbürgerin der Stadt ernannt wurde.

Derweil läuft in Norwegen eine große Spendenaktion, die bisher mehr als eine Million norwegische Kronen (über 100.000 Euro) erbrachte, so Knackmuß. Mit dem Geld soll die frühere Bischöfin lebensgroß in Bronze gegossen werden. Das Denkmal soll am 20. Mai 2023 vor dem Dom in Hamar enthüllt werden.