Im Bereich des Amtes Nennhausen gab es zuvor bereits vier Biberburgen für junge Leute unter 16 Jahre. In solchen können sie Unterschlupf finden, wenn sie mal dringend Schutz, Trost und Hilfe brauchen.
Als Biberburgen, von denen in der Region bei Rathenow insgesamt etwa 170 bestehen, können Geschäfte, Behörden, Büros etc. dienen. Sie sind durch Aufkleber gekennzeichnet. Das Projekt wurde 2010 durch das Bündnis für Familie Westhavelland ins Leben gerufen. Das Amt Nennhausen hat nun acht neue Biberburgen geschaffen.

Auch Kitas in Stechow und Garlitz sind neue Biberburgen

Zur Vertragsunterzeichnung konnte Amtsdirektorin Ilka Lenke die Projektkoordinatorin Christine Schneider im Nennhausener Verwaltungsobjekt begrüßen. Der Amtsausschuss hatte Lenke am 19. Oktober 2021 grünes Licht gegeben.
Nunmehr sind der Amtssitz am Fouqué-Platz sowie die Kitas „Sonnenschein“ (Nennhausen), „Spatzennest“ (Stechow), „Zum Wiesenweg“ (Garlitz), die Fouqué-Grundschule, deren und die Jugendclubs in Nennhausen und Kotzen neue Biberburgen.

Was zu tun ist, wenn ein Kind Hilfe braucht

Wie die  hatte Amtsdirektorin berichtet, hat sie in einer Mitarbeiterversammlung alle Angestellten der Verwaltung und des Bauhofs über Sinn und Zweck einer Biberburg informiert und erklärt, was zu tun ist, wenn ein Kind Hilfe braucht: dem Kind zuhören, das Kind beruhigen, dem Kind das Gefühl der Sicherheit vermitteln und gemeinsam nach einer Lösung suchen.  

Natürlich würden die Einrichtungen auch ohne Vereinbarung jedem Kind in Not Hilfe anbieten, so Ilka Lenke, „doch so ist es für die Kinder durch die jeweiligen Aufkleber an den Eingangstüren deutlicher zu erkennen, dass wir für die da sind.“