Nachdem bereits Eugen Gliege, er ist als sachkundiger Einwohner für die AfD tätig, in der Einwohnerfragestunde noch einmal für den AfD-Antrag geworben hatte, machte Uwe Hendrich in der Begründung zum Antrag seiner Fraktion noch einmal folgende Rechnung auf: "Die Hundesteuer für den ersten Hund beträgt im Jahr 60 Euro. Die Stadt erstattet dem Tierheim für einen im Tierheim untergebrachten Fundhund für maximal 35 Tage pro Tag sieben Euro – ein deutlicher finanzieller Vorteil für den Erlass der Hundesteuer als Anreiz, bei Hundewunsch ein Tier aus dem Tierheim zu holen", so der AfD-Fraktionsvorsitzende.
Hendrich führte zudem Beispiele anderer Kommunen an, die ähnlich verfahren, wie es die AfD nun für Rathenow beantragt hatte.
"Um die Hundesteuersatzung nicht extra zu ändern und auch, um nicht gegen die steuerliche Gleichbehandlung zu verstoßen, schlägt die SPD-Fraktion vor, einem Rathenower, der einen Erst-Hund aus dem Tierheim holt, einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 60 Euro zu zahlen, anstatt die Hundesteuer für ein Jahr zu erlassen", erläuterte SPD-Fraktionschef Hartmut Rubach den Änderungsantrag seiner Fraktion. "Bedingung sei, dass der Betreffende zwei Jahre zuvor kein Hund im Tierheim abgegeben habe."
Überraschenderweise stimmten sodann 19 der 23 anwesenden Abgeordneten für den durch die Alternative für Deutschland eingebrachten und von den Sozialdemokraten geänderten Antrag. Als Zusatz wurde der Vorbehalt der  Prüfung durch das Rechtsamt der Stadt in den Beschluss mit aufgenommen.