Er malte noch als fast 89-Jähriger in um Rathenow. Die letzte Arbeit sollte am Hohennauener-Ferchesarer See entstehen, die letztlich aber mit für seine Todesumstände verantwortlich wurde. Georg Penning hat  der Nachwelt einige Werke hinterlassen. Eine Auswahl ist bis 21. November 2021 in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche zu sehen.

Am 4. November 2021 jährte sich der Geburtstag zum 150. Mal

Georg Penning wurde am 4. November 1871 in Groß Walddorf bei Danzig geboren. Das jährte sich kürzlich zum 150. Mal. An seinem Geburtstag waren die Ausstellungs-Macher am Grab auf dem Historischen Friedhof zusammengekommen. Es wird durch einen Findling angezeigt. „Diesen Naturstein entdeckte Penning während einer seiner Wanderungen und bearbeitete ihn mit der Signatur seines Nachnamens selbst als seinen Grabstein“, so Mario Zimmermann, einer der besonderen Freunde von Pennings Malkunst.

Möglichst viele Werke zurück nach Rathenow zu holen

Eine Ausstellung (2010) im Kulturzentrum hatte sein Interesse am Maler und seinen Werken geweckt. Zimmermann begann, Penning-Bilder zu erwerben, teils via Internet. Ziel ist es, möglichst viele Werke zurück nach Rathenow zu holen, um sie in einem künftigen Heimatmuseum ausstellen. Erst kürzlich gelangte das 1945 entstandene Bild „Am Wolzensee“ aus privatem Besitz in der Lausitz ins Havelland. Es wurde bei Ebay anboten. Den „Blick vom ersten Haken“ (1959) am Hohennauener-Ferchesarer See wollten dessen Besitzer sogar entsorgen.

Fast ein ganzes Leben für die Kunst - Penning malte 65 Jahre lang

„Beeindruckend ist, dass Penning über 65 Jahre lang malte, davon 40 Jahre beruflich. Man kann seine künstlerische Entwicklung über die Jahrzehnte nachvollziehen. Penning gehört unbedingt zu unserer Geschichte“, so Olaf Schwaß, der sich seit 2010 verstärkt mit Regionalgeschichte beschäftigt und selbst ein paar „Pennings“ besitzt. Wohl ab dem 20. Lebensjahr hatte sich Georg Penning mit Malerei beschäftigt.

1902 die Tochter des Chefs geheiratet

Er war im ostpreußischen Königsberg in die Glaserlehre gegangen, es folgten Wanderjahre als Geselle. Der Weg führte ihn 1895 nach Rathenow. Glasermeister Lotter stellte ihn an. Penning verliebte sich in die Tochter des Chefs, Antonie. Beide heirateten 1902 in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. 1905 und 1908 wurden ihnen Söhne geboren. Allmählich wuchs der Künstler im Familienvater.
Eine erste Ausstellung fand 1914 in Rathenow statt. 1920 fasste Georg Penning den Beschluss, nun Maler im Hauptberuf werden zu wollen. Die weitere Vita ist auf www.georg-penning-rathenow.de zu finden. 1936 starb Ehefrau Antonie und wurde auf dem Friedhof der evangelischen Gemeinde bestattet.

Im August 1960 am Hohennauener-Ferchesarer See kollabiert

Im Laufe der Jahre hatte Georg Penning die Stadt Rathenow und ihre westhavelländische Umgebung mit ihren idyllischen Dörfern schätzen und lieben gelernt und sie in zahlreichen Ölgemälden festgehalten. Zum letzten Ziel des Malers wurde der Hohennauener-Ferchesarer See an einem August-Tag des Jahres 1960.
Es war zu heiß für den inzwischen fast 89-jährigen Mann. Er kollabierte und wurde ins Krankenhaus in Rathenow gebracht. Dort starb er am 16. September 1960. Er wurde neben seiner Frau Antonie bestattet. 51 Jahre später wurde ein innerstädtischer Platz nach Georg Penning benannt.  Das war aus Anlass des 140. Geburtstags, der sich 2011 gejährt hatte.