Vor fünf Jahren etablierte der Landkreis Havelland am OSZ in Friesack die Erzieherausbildung. Das erfolgte aus gutem Grund: „Wir haben letztlich auf den Fachkräftemangel reagiert und ein eigenes Ausbildungsangebot geschaffen“, so die Bildungsdezernentin des Landkreises, Elke Nermerich. „Zuvor war am OSZ nur die Ausbildung zum Sozialassistenten möglich. Heute nutzen viele die Möglichkeit, sich erst als Sozialassistent und anschließend als Erzieher ausbilden zu lassen. Das zeigt nicht nur, dass das Ausbildungsangebot in unserem Oberstufenzentrum gern angenommen wird, sondern bereitet auch gut auf die zukünftige sehr verantwortungsvolle Tätigkeit vor“, so Nermerich weiter.

Teilzeitmodell gewählt

Aktuell durchlaufen 140 junge Leute die Erzieher-Ausbildung. Lena Ullrich hat nun ihr zweites Ausbildungsjahr absolviert. Die Rhinowerin berichtet: „Es hat ein paar Umwege nach dem Abitur gebraucht, aber dann war mir klar, dass ich unbedingt mit Kindern arbeiten möchte.“ Ullrich hat das Teilzeitmodell der Ausbildung gewählt, das ihr ermöglicht, neben der schulischen Ausbildung in einer Kindertagesstätte samt angegliedertem Schulhort arbeiten zu können. Derzeit ist sie in der Rhinower Kita „Knirpsenstadt“ tätig. „Die Arbeit mit den Kindern ist jeden Tag aufs Neue spannend, kreativ, und vor allem inspirierend“, so die Azubi.

Kein Schulgeld am OSZ Havelland

Für das kommende Ausbildungsjahr ab September 2021 stehen noch freie Plätze für beide Ausbildungen zur Verfügung, auf die sich Interessierte bewerben können. Die Bewerbungsunterlagen finden sich hier. Schulleiter Eckhard Vierjahn erläutert: „Die Ausbildungen sind über das Aufstiegsfortbildungsfördergesetz, oder auch Aufstiegs-Bafög genannt, förderfähig. Außerdem wird am Oberstufenzentrum kein Schulgeld erhoben, die Ausbildung ist damit kostenfrei.“