Das Wort „Corona“ (auch „Korona“) stammt aus dem lateinischen und bedeutet übersetzt Krone oder Kranz. Durch ihr kranzähnliches Aussehen haben die vielen Stämme der Corona-Viren ihren Namen bekommen. Einige davon halten die Menschheit nun schon seit geraumer Zeit in Sorge, so dass das  „Corona“ inzwischen ausschließlich negativ besetzt ist. Allerdings werden mit diesem Wort auch viele andere Dinge benannt, darunter finden sich einige teils sehr beeindruckende Phänomene am Nachthimmel.

Polarlichter wie eine Korona

Wer in unseren Breiten Polarlichter zu sehen bekommt, erblickt sie meist flach über dem Horizont. Im hohen Norden jedoch sind die Polarlichter oft senkrecht über dem Beobachter zu sehen. Wenn dann noch eine hohe Aktivität vorhanden ist, tanzen die Polarlichter regelrecht über einem. Durch die kürzeste mögliche Distanz zu den in 70 bis 400 Kilometer Höhe erscheinenden Lichtern sind sie in diesem Fall besonders hell, farbig und schnell veränderlich. Manchmal scheinen die Lichter direkt auf die Erde hernieder zu fallen und erscheinen dann wie eine Blume oder Krone. So ein Polarlicht wird dann als Korona bezeichnet und ist eines der eindrucksvollsten Naturphänomene überhaupt.

Dünne Gashülle der Sonne ist bis zu eine Million Grad Celsius heiß

Ein weiteres wunderschön anzusehendes Phänomen ist die Sonnen-Korona. So wird die Atmosphäre der Sonne bezeichnet, eine dünne Gashülle, die von der Sonnenoberfläche weit in den Weltraum hinaus reicht. Ihre Temperatur von bis zu eine Million Grad Celsius, während die Sonnenoberfläche „nur“ 5.600 Grad Celsius heiß ist, gibt der Wissenschaft auch heute noch Rätsel auf. Vermutlich hat es mit starken Magnetfeldern zu tun, welche auch die Form der Sonnen-Korona abhängig von ihrer Aktivität bestimmen.
Leider lässt sich vom Erdboden aus die Atmosphäre der Sonne nur während einer totalen Sonnenfinsternis beobachten, wenn der Mond das blendende Sonnenlicht abdeckt und den Tag zur Nacht macht. Da der Anblick so selten ist, ist er besonders faszinierend und bleibt für immer im Gedächtnis.

„Corona australis“ im Süden und „Corona borealis“ im Norden

Darüber hinaus gibt es die Sternbilder nördliche und südliche Krone. Die südliche Krone „Corona australis“ ist weit auf der Südhalbkugel angesiedelt und daher von unseren Breiten nicht zu sehen. Anders die nördliche Krone „Corona borealis“, die am Sternenhimmel des Frühjahres bei uns zu sehen ist. Beide Sternbilder bilden gleichmäßige Bögen aus relativ schwachen Sternen und entsprechen somit bildlich sehr gut ihrer Namensgebung.

Corona-Galaxienhaufen etwa 320 Lichtjahre entfernt

In zuletzt genanntem Sternbild findet sich ein gewaltiger Galaxienhaufen. Der Corona-Galaxienhaufen besteht aus mehreren tausend Galaxien in einer Entfernung von etwa 320 Millionen Lichtjahren. Trotz der riesigen Entfernung ist er für Hobbyastronomen und Astro-Fotografen ein beliebtes und beeindruckendes Ziel.