Fouqué-Platz und Fouqué-Grundschule: Nennhausen im Havelland ist ganz klar ein Fouqué-Hotspot. Doch ist das Dorf vor rund 15 Jahren seines Allerheiligsten beraubt worden. Am 17. April 2006 war die etwa 450 Jahre alte Fouqué-Eiche in sich zusammengebrochen.

Unter der Eiche geschrieben

Etwa in der Mitte ihres Daseins hatte Friedrich de la Motte Fouqué (1777-1843) unter der Eiche seine „Undine“ geschrieben. Diese 1811 erstveröffentlichte Dichtung machte den Vertreter der deutschen Romantik weltweit berühmt. Nennhausen selbst hat vom Ruhm nie sonderlich profitiert. Was daran liegen kann, dass sich die ins Havelland führende Spur der „Undine“ für auswärtige Fans der Story kaum nachvollziehen lässt. Denn zu still ist es um Nennhausen.

Paula Beer als Undine

Dass die Story derweil nie in die Jahre gekommen ist, belegt der deutsche Spielfilm „Undine“, der am 23. Februar 2020 uraufgeführt wurde. Schauspielerin Paula Beer erhielt bei den Berliner Filmfestspielen den silbernen Bären für die beste Darstellerin und später auch den Europäischen Filmpreis.

Mysteriöse Herkunft

Fouqués Geschichte siedelte Regisseur Christian Petzold in der Gegenwart an. Erstaunlich, wie viel Potenzial noch in der 210 Jahre alten „Undine“ steckt. Allein ihre Herkunft aus einer mystischen Parallelwelt unter der Oberfläche eines Sees könnte den kreativen Geist beleben. Denn Fantasy trifft hier Science-Fiction!

17. Märchenwettbewerb läuft bis 12. Februar

Fouqué konnte nicht ahnen, dass er sich ausgerechnet mit der „Undine“ ein Denkmal setzen würde. Ihm nachzuahmen, sind junge Leute zwischen 7 und 25 Jahre nun aufgerufen. Sie können am UNDINE-Wettbewerb 2021 von BRAWO und Brandenburger Fouqué-Bibliothek teilnehmen und neue Märchen schreiben. Die Teilnahmefrist am 17. Wettbewerb dieser Art endet an Fouqués Geburtstag, 12. Februar. Alle Infos auf www.brawo.de.