Antisemitismus in Brandenburg: Hakenkreuze am jüdischen Friedhof in Templin

Einen jüdischen Friedhof wie hier in Eberswalde gibt es auch in Templin. Jetzt ist die Einfriedung mit Hakenkreuzen beschmiert worden.
Stephan BackertWie andernorts in Brandenburg auch, ist der jüdische Friedhof in Templin nicht gerade groß. Das Gelände ist in der Uckermark–Stadt allerdings prominent platziert, es liegt an der B 109 in der Berliner Straße, aus Richtung Zehdenick nahe dem Berliner Tor.
Am Dienstag (20.2.2024) wurde der Polizei mitgeteilt, dass die Einfriedung des Geländes mit verfassungsfeindlichen Symbolen beschmiert worden ist. Am Metallzaun und am Betonsockel war je ein Hakenkreuz zu sehen. Das hat Stefan Möhwald, der Sprecher der Polizeidirektion Ost, am Mittwochmorgen mitgeteilt. Außerdem wurde ein Gedenkstein auf dem Friedhof beschädigt.
Der polizeiliche Staatsschutz hat Ermittlungen wegen des Verwendens verfassungswidriger Kennzeichen und gemeinschaftlicher Sachbeschädigung eingeleitet. Das städtische Ordnungsamt sei eingeschaltet, um die Beseitigung zu veranlassen. Wie der Leiter des Templiner Ordnungsamts, Bechly, am Morgen auf Anfrage mitteilte, sei damit noch am Dienstag der Wirtschaftshof beauftragt worden. Ob die Hakenkreuze schon weg sind, konnte er jedoch nicht sagen.
Die Polizei bittet um Hinweise an die Inspektion Uckermark, Tel.: 03984 350.

