Baden in Angermünde: Verdacht bei Blaualgen bestätigt – das müssen Badegäste wissen

Warnung vor Blaualgen am Eingang zum Strandbad Wolletzsee in Angermünde. Laboruntersuchungen haben den Verdacht bestätigt. Das Gesundheitsamt weist auf mögliche Gesundheitsgefahren hin.
Daniela Windolff- Warnung vor Blaualgen im Wolletzsee in Angermünde – Labor bestätigt massenhaften Befall.
- Badegäste, vor allem Kinder, sollten das Wasser meiden – Gefahr durch giftige Cyanobakterien.
- Symptome: Übelkeit, Hautreizungen, Atemnot, im Extremfall Lähmungen möglich.
- Wasserqualität wird engmaschig überwacht – neue Proben am 31. Juli 2025.
- Strandbad bleibt geöffnet – andere Aktivitäten wie Spielplätze und Bootsverleih nutzbar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Gesundheitsdienst des Landkreises Uckermark warnt aktuell vor dem Baden im Wolletzsee. Nachdem bereits am vergangenen Wochenende Hinweise auf Blaualgen im Bereich des Strandbades gemeldet wurden, bestätigen nun Wasserproben im Labor den Verdacht auf einen massenhaften Befall mit Cyanobakterien an der Badestelle. Das belegen die Untersuchungsbefunde, die heute (30.7.2025) im Gesundheitsamt des Landkreises eingegangen sind.
Am Eingang zum beliebten Strandbad wurden Warnschilder mit Informationen für Besucher aufgestellt. Auch die Mitarbeiter des Strandbades weisen Besucher, vor allem Familien mit Kindern, auf mögliche Gefahren hin.
Blaualgen produzieren Gift, das für Kinder gefährlich ist
Ein generelles Badeverbot gibt es zwar nicht, jedoch sollten vor allem Kinder derzeit den Wolletzsee meiden. Blaualgen sind Bakterien, die Giftstoffe produzieren. Einige dieser Gifte zählen zu den stärksten natürlichen Giften.
Diese sogenannten Cyanobakterien verschlechtern bei starker Vermehrung nicht nur die Wasserqualität erheblich, sondern können auch gefährliche gesundheitliche Probleme verursachen, besonders, wenn das Wasser beim Schwimmen und Baden verschluckt wird.
So kann es zu Übelkeit, Durchfall und Erbrechen, zu Hautreizungen, allergischen Reaktionen und Atemnot kommen. Im schlimmsten Fall kann es auch zu Lähmungen der Atemmuskulatur führen. Deshalb sollte man lieber kein Risiko eingehen und vor allem kleine Kinder schützen, warnt das Gesundheitsamt.
Wasserqualität am Wolletzsee wird überwacht
Eine Blaualgenplage kommt gerade im sonst sehr sauberen Wolletzsee im Sommern immer wieder vor, hauptsächlich im Bereich des Strandbades. Allerdings wird hier im Gegensatz zu vielen anderen Badeseen der Umgebung die Wasserqualität auch regelmäßig überprüft.
Blaualgen können in allen Gewässern auftreten und sind im Volksmund als „Wasserblüte“ bekannt. Merkmale sind trübes, grünlich-bläuliches Wasser und Schlierenbildung. Ursache der massenhaften Vermehrung sind Nährstoffkonzentrationen und hohe Wassertemperaturen.
Blaualgen im See können zu einem weiteren Problem führen: Fischsterben. Beim Abbau der massenhaften Bakterien im Wasser wird sehr viel Sauerstoff verbraucht. So kann es dazu kommen, dass Fische aufgrund von Sauerstoffmangel sterben. Die Toxine können außerdem auch Fische und Kleinstlebewesen schädigen. Auch Hunde sind gefährdet.
Neue Proben am 31. Juli 2025
Wie lange die Beeinträchtigung am Wolletzsee anhalten wird, hängt von vielen Faktoren, unter anderem vom Wetter ab. Das Gesundheitsamt Uckermark überprüft die Wasserqualität dort engmaschig. Eine erneute Besichtigungsprüfung einschließlich einer Sichttiefenmessung wird am morgigen Donnerstag (31.07.2025) erfolgen. Danach wird über das weitere Vorgehen entschieden und aktuell informiert.
Geöffnet ist das Strandbad Wolletzsee weiterhin täglich zu den regulären Öffnungszeiten. Kinder-Spielplätze, Beachvolleyball, Fitnessparcours, Gastronomie, Bootsverleih und die große Liegwiese mit Strandkörben laden zum Erholen und zu Aktivität ein. Schließlich sind Ferien.
Nur aufs Baden sollte derzeit verzichtet werden. Das wechselhafte Sommerwetter macht diesen Abstrich nicht ganz so schmerzhaft.
Angst vor Vibrionen - Das ist der Unterschied
Übrigens: Angst vor Vibrionen, gesundheitsschädlichen Bakterien, die an der Ostsee aktuell sogar zum ersten Todesfall der Saison führten, muss man an den uckermärkischen Seen nicht haben.
Vibrionen (Bakterium Vibrio vulnificus) sind im Salzwasser mit geringem Salzgehalt, insbesondere in wärmerem Meer- und Brackwasser ab 20 Grad zu finden. Seit einigen Jahren werden sie in warmen Sommermonaten regelmäßig auch an der Ostseeküste nachgewiesen. Sie können zum Beispiel über kleinste Hautverletzungen in den Körper eindringen. Infektionen sind zwar gefährlich, aber sehr selten.



