Baden in der Uckermark
: Blaualgen festgestellt – Behörde warnt vor Gesundheitsgefahr

An einem See in der Uckermark wurden Blaualgen festgestellt. Das Gesundheitsamt warnt vor gesundheitlichen Risiken beim Baden.
Von
Leona Bellinda Schröder
Prenzlau
Jetzt in der App anhören
Tipps für heiße Tage im Norden: ARCHIV - 03.07.2018, Niedersachsen, Hildesheim: Ein Schild «Vom Baden wird abgeraten - Blaualgen» steht am Ufer eines Badesees. (zu dpa: «Wo Abkühlung finden? Tipps für heiße Tage im Norden») Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

An einem See in der Uckermark wurden Blaualgen festgestellt. Diese können eine Gesundheitsgefahr darstellen, die Gesundheitsbehörde warnt. (Symbolbild)

Julian Stratenschulte/dpa
  • Am Unteruckersee in Prenzlau wurden massenhaft Blaualgen der Gattung Anabaena nachgewiesen.
  • Betroffen ist die Badestelle „Am Kap“ – die Behörde rät vorerst vom Baden ab.
  • Symptome nach Kontakt können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Atem- und Hautreizungen sein.
  • Warnhinweise stehen vor Ort, die Wasserqualität wird in kurzen Abständen kontrolliert.
  • Hinweise zu Auffälligkeiten: infektionsschutz@uckermark.de, Tel. 03984/702353 und 03984/702253.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Badesaison in der Uckermark hat begonnen, doch nicht alle Gewässer sind derzeit unbedenklich nutzbar. Am Unteruckersee in Prenzlau wurde eine erhöhte Belastung mit Blaualgen festgestellt. Betroffen ist die Badestelle „Am Kap“.

Der Hinweis kam aus der Bevölkerung: Bürger meldeten auffällige Veränderungen im Wasser. Der Gesundheitsdienst reagierte umgehend und nahm Proben, die anschließend im Labor untersucht wurden.

Das Ergebnis liegt inzwischen vor – und sorgt für erhöhte Aufmerksamkeit bei Behörden und Badegästen. Denn die festgestellten Mikroorganismen können gesundheitliche Folgen haben. Die Kreisverwaltung bittet um besondere Achtsamkeit.

Blaualgen im Uckersee nach Laborauswertung bestätigt

Die am 26. Juni entnommene Wasserprobe wurde nach Angaben der Kreisverwaltung im Labor der LWU-Hygiene in Eberswalde analysiert. Dabei konnten massenhaft Cyanobakterien der Gattung Anabaena nachgewiesen werden. Diese sogenannten Blaualgen treten insbesondere in den Sommermonaten verstärkt auf und sind auch in eigentlich klaren Gewässern keine Seltenheit.

Typische Anzeichen für eine Belastung sind eine blaugrüne Trübung, Schlieren oder Teppiche auf der Wasseroberfläche sowie ein modriger Geruch. Auch wolkenartige Verteilungen im Wasser können auf eine Algenblüte hindeuten, teilte das Gesundheitsamt mit.

Baden in der Uckermark – Gefahr für die Gesundheit?

Cyanobakterien können gesundheitliche Beschwerden verursachen. Insbesondere bei direktem Hautkontakt sind Reizungen oder allergische Reaktionen möglich. Gefährlich wird es vor allem, wenn belastetes Wasser geschluckt wird – etwa beim Schwimmen.

Zu den möglichen Symptomen zählen Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Atembeschwerden sowie Hautreizungen. Besonders Kinder und Kleinkinder gelten als gefährdet. Treten nach dem Baden entsprechende Beschwerden auf, sollten Betroffene ärztlichen Rat einholen, so Alexander Biadacz, Teamleiter Hygiene und Umweltmedizin im Gesundheitsamt Uckermark.

Warnung am Uckersee: Badeverzicht empfohlen

An der betroffenen Badestelle am Uckersee „Am Kap“ wurden inzwischen Warnhinweise angebracht. Der Gesundheitsdienst rät vorsorglich davon ab, bis auf Weiteres im betroffenen Bereich zu baden. Gleichzeitig wird die Wasserqualität in kurzen Abständen weiter überwacht.

Die Situation könne sich aber je nach Wetter- und Windverhältnissen schnell verändern, so die Kreisverwaltung. Daher ist es möglich, dass sich Algenansammlungen innerhalb weniger Stunden verlagern oder auflösen.

Baden in der Uckermark – Bevölkerung um Mithilfe gebeten

Das Gesundheits- und Veterinäramt Uckermark bittet die Bevölkerung, Auffälligkeiten an Badegewässern zu melden. Hinweise können per E-Mail an infektionsschutz@uckermark.de gesendet werden.

Für Rückfragen stehen zudem Ansprechpartner der Kreisverwaltung zur Verfügung: Alexander Biadacz (Telefon 03984/702353) und Antje Haese (Telefon 03984/702253). Ziel ist es, mögliche Gesundheitsgefahren frühzeitig zu erkennen und Badegäste rechtzeitig zu informieren.