Nach dem Einsturz des Dachs eines Schwimmbads in Schwedt (Uckermark) hat die Staatsanwaltschaft Neuruppin Ermittlungen gegen Unbekannt wegen Baugefährdung aufgenommen. Die Polizei werde zunächst Zeugen hören, die das Unglück am Sonntag unmittelbar erlebt hätten, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag. Dazu gehörten zwei Beschäftigte der Gastronomie des „Aquarium“, die in dem ansonsten geschlossenen Freizeitbad einen Außerhaus-Verkauf anboten.
Anschließend sollen technische Untersuchungen zur Unglücksursache eingeleitet werden. Die Polizei will den Unglücksort den Stadtwerken nun wieder übergeben. Weil das Bad wegen Sanierungsarbeiten geschlossen ist, wurde bei dem Einsturz des Daches niemand verletzt.
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Wiedereröffnung anderer Bereiche des Freizeitbades wird verschoben

„Wir warten nun zunächst auf die Entscheidung von Polizei und Staatsanwaltschaft zu den Ermittlungen“, sagte die Sprecherin der Stadtwerke Schwedt, Jana Jähnke. Im Sportbereich des Bades seien bei den Sanierungsarbeiten die Fliesen abgenommen worden. Die für Donnerstag geplante Wiedereröffnung des Spaßbads sowie des Sauna- und Fitnessbereichs müsse verschoben werden. „Denn wir wissen noch nicht, ob der Einsturz des Dachs über dem Sportbad auch diesen Bereich in Mitleidenschaft gezogen hat“, erläuterte Jähnke.
Zum Zeitpunkt des Einsturzes waren keine Bauarbeiten im Gange, sagte die Sprecherin. Nach Angaben der Polizei waren zwei Menschen, die in der Gastronomie des Schwimmbads „Aquarium“ arbeiten und einen Außer-Haus-Verkauf anbieten, vor Ort - sie blieben unverletzt.