Hund in Angermünde: Sirius lebte auf dem Balkon – wer kann ihm gerecht werden?

Der Schäferhund-Labrador-Mix Sirius sucht ein neues Zuhause. Der Tierschutzverein Nuevavida aus Angermünde hilft bei der Suche.
Jens-Peter Hauschild- Der Hund Sirius sucht ein Zuhause, vermittelt vom TSV Nuevavida in Angermünde.
- Sirius, ein Labrador-Schäferhund-Mix, lebte zuvor in Spanien auf einem Balkon.
- Er leidet unter dem "Black Dog Syndrome" und hat eine Narbe auf dem Nasenrücken.
- Sirius benötigt ein ruhiges Zuhause ohne Kinder und andere Hunde.
- Interessenten können sich beim TSV Nuevavida melden, Unterstützung beim Training wird angeboten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Tierschutzverein Nuevavida ist klein, aber fein – sorgt er sich schließlich nicht nur um das Leid von Tieren vor Ort, sondern unterstützt auch ein Tierheim in Spanien. Von dort stammt der Hund Sirius, der bereits seit knapp zwei Jahren auf ein neues Zuhause hofft.
Hund Sirius wartet nicht erst seit Kurzem auf eine Familie, die ihm eine Chance gibt: bereits im Oktober 2023 wurde er über den TSV Nuevavida aus Spanien aus nach Deutschland geholt, da er als schwarzer Hund dort nicht viele Chancen hatte, erfolgreich vermittelt zu werden.
Generell wird dabei vom „Black Dog Syndrome“ gesprochen, auf Deutsch auch das Schwarze Hunde Syndrom. Dabei werden dunklere Hunde und andere Tiere, besonders mit schwarzer Fellfarbe, seltener adoptiert und eher als aggressiv wahrgenommen, sodass sie schlechtere Vermittlungschancen haben, argumentiert unter anderem der Deutsche Tierschutzverein.
Hund Sirius lebte in Spanien angebunden auf dem Balkon
Der Labrador-Schäferhund-Mix ist zudem von seinem damaligen Lebensabschnitt gezeichnet, denn eine Narbe zieht sich über den Nasenrücken. „Die ersten Besitzer von Sirius in Spanien waren mit ihm überfordert, haben ihn fast ausschließlich angebunden auf dem Balkon gehalten“, berichtet Jens-Peter Hauschild, zweiter Vorsitzender des TSV. Schlussendlich ließen sie den Hund einfach angebunden an einem Zaun zurück, woraufhin er dann im Partnertierheim vom Verein Nuevavida unterkam.
Schnell stellte sich heraus, dass Kleinkinder und Kinder den Hund übermäßig reagieren ließen. Dennoch hatte sich schnell ein erstes Zuhause für Sirius gefunden – jedoch gaben die Besitzer, trotz vorheriger Gespräche über die Bedürfnisse und Möglichkeiten für das Training des Hundes, ihn wieder zurück.
Hund aus Spanien: Viel Zeit für Training benötigt
Seitdem wird Sirius bei dem Programm Underdog in Wittenberg trainiert. „Eine neue Familie braucht viel Zeit und Geduld für die Arbeit mit Sirius“, so Hauschild. Zudem sollten die neuen Besitzer ruhige und erfahrene Hundebesitzer sein. Er brauche als Auslastung eher Kopfarbeit und ruhige Spaziergänge als Ball- und Wurfspiele, dabei werde Sirius nervös und hibbelig. Außerdem sollten keine Kinder oder andere Hunde im Haushalt leben.
Wer kann Sirius ein neues Zuhause geben?
Wer Interesse daran hat, Sirius aufzunehmen und ein liebevolles Zuhause zu geben, kann sich beim TSV Nuevavida über info@tsv-nuevavida melden. Weiterhin bietet der Verein an, beim weiteren Training an der Seite der neuen Besitzer zu sein, auch das Hundezentrum Underdog bietet dies an, um das Training mit dem schwarzen Labrador-Mix zu komplementieren.
Der Verein Nuevavida blickte 2024 auf ein fünfjähriges Bestehen zurück, in dieser Zeit hat er auch, ganz getreu des spanischen Namens, was übersetzt „Neues Leben“ bedeutet, einigen Hunden bereits zu einem neuen Leben in Deutschland verholfen. Aber nicht nur das: Über Spendensammlungen wurde das Partnertierheim in Segovia in Spanien weiterhin direkt unterstützt.


