Kinderschutz in Angermünde: Warum diese Aktionswoche so wichtig ist

Seit Juli 2026 ist Angermünde eine Kinderfreundliche Kommune. Jetzt veranstaltet die Stadt eine Kinderschutzwoche. Was ist genau geplant?
Daniela Windolff- Angermünde plant erstmals eine Kinderschutzwoche vom 14. bis 20. September.
- Ziel ist Aufklärung zu Kinderrechten und Prävention, getragen von Stadt und Partnern.
- Workshops zu Rechten, digitalem Schutz, Familienstärkung und sexueller Bildung sind gratis.
- Anmeldung per E‑Mail an m.job@angermuende.de mit Veranstaltung und Namen der Teilnehmenden.
- Aktionstag am 20. September auf dem Marktplatz – mit Ständen, Einsatzkräften und Ausstellung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Kinder und Kinderschutz ganz groß schreiben – das will die Stadt Angermünde mit einer Kinderschutzwoche erreichen. Zum allerersten Mal wird dieses in der Woche vom 14. September bis 20. September ausgerichtet. Welche Angebote gemacht werden und warum überhaupt eine eigene Woche für den Kinderschutz notwendig ist.
„Jedes Kind hat das Recht, sicher, gesund und gewaltfrei aufzuwachsen. Dennoch erleben Kinder und Jugendliche Vernachlässigung, psychische oder körperliche Gewalt sowie andere Formen von Gefährdung – oft im Verborgenen“, so Mandy Job, Koordinatorin Kinderfreundliche Kommune der Stadt Angermünde. Kinderschutz sei deshalb keine Aufgabe, die im Verborgenen bleiben könne, denn es gehe jeden etwas an.
„Er ist eine gemeinsame Verantwortung von Familien, Nachbarschaften, Vereinen, Schulen, Kitas, Verwaltung, Politik und allen Institutionen sowie Ehrenamtlichen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Kinder und Jugendliche brauchen Erwachsene, die hinschauen, zuhören und handeln, wenn Unterstützung benötigt wird“, so Job weiter.
Die Kinderschutzwoche ist Teil des Aktionsplans, welcher rund um die Bewerbung für das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ erstellt wurde. Seit dem 4. Juli 2026 ist Angermünde offiziell Siegelträger „Kinderfreundliche Kommune“, und setzt sich somit besonders für die Rechte von Kindern ein.
Grundlage für die Kinderschutzwoche sind weitreichende Workshops, die ausführlich über verschiedene Aspekte rund um den Schutz von Kindern informieren sollen. Themen sind unter anderem Rechte für Kinder sowie deren Schutz in digitalen Räumen, die Stärkung von Familien und Eltern, und auch sexuelle Bildung. Die Workshops sind dabei an alle möglichen Interessenten gerichtet: Fachkräfte, Eltern, Großeltern, Vereinsmitglieder, aber auch an den Otto-Normal-Bürger.

Mandy Job ist das Gesicht der "Kinderfreundlichen Kommune" Angermünde. Sie ist Koordinatorin in der Stadtverwaltung.
Daniela WindolffDie Workshops finden im Haus Uckermark, im Rathaus von Angermünde und in der Mensa der Gustav-Bruhn-Grundschule statt. Der Besuch der Seminare ist kostenlos, im Voraus wird nur um eine Anmeldung gebeten. Dies ist möglich unter m.job@angermuende.de, bei Anmeldung sollten die gewünschte Veranstaltung oder Beratungsangebot und Name der Teilnehmer angegeben werden.
Kinderschutz in Angermünde: Auf Aktionswoche folgt Aktionstag
Doch am 19. September ist Kinderschutzwoche noch nicht vorbei, denn am 20. September veranstaltet die Stadt Angermünde einen Aktionstag. Von 11 bis 16 Uhr können Kinder spielerisch ihre Rechte erleben und erlernen – neben vielen Mitmach- und Infoständen stellen sich noch die Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei vor, aber auch eine Ausstellung kann auf dem Marktplatz von Angermünde besucht werden.
Doch nicht nur die Bevölkerung nimmt an der Kinderschutzwoche teil. Denn genauso sind die Kitas rund um die Kernstadt involviert. Die Kitas in Crussow, Frauenhagen, Greiffenberg, Kerkow, Neukünkendorf und Schmargendorf sowie die Kita „Kinderstübchen“, die Freie Draußenschule und die Gustav-Bruhn-Grundschule aber auch die städtischen Horte „Abenteuerland“ und „Am Mündesee“ sind involviert. „Damit wird Kinderschutz auch im pädagogischen Alltag sichtbar und für Kinder unmittelbar und altersgerecht erlebbar“, so die Verwaltung.

