Krankenhaus Angermünde: Löst Landkreis Uckermark seine Kliniken aus dem GLG-Verbund?

Gegen die Schließung der Inneren Medizin des Krankenhauses Angermünde zogen bereits Ende 2024 einige tausend Menschen aus, um zu protestieren – jetzt erwägt der Landkreis Uckermark drastische Schritte, um beide Krankenhäuser in Angermünde und Prenzlau zu retten.
Daniela Windolff- Der Landkreis Uckermark prüft, eigene Wege zur Rettung der Krankenhäuser in Angermünde und Prenzlau.
- Eine Machbarkeitsstudie soll klären, ob die Kliniken aus dem GLG-Verbund gelöst werden können.
- Landrätin Karina Dörk will die Grund- und Notfallversorgung in Prenzlau erhalten.
- Der Kreistag beschloss, das Prenzlauer Krankenhaus 2025 und 2026 mit je zwei Millionen Euro zu unterstützen.
- Die GLG plant trotz Protesten weiter Abteilungsschließungen, um eine Insolvenz zu verhindern.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Landkreis Uckermark ringt verzweifelt um die Gesundheitsversorgung in der Region – die Gesellschaft für Leben und Gesundheit (GLG) als Mutter der Krankenhäuser in Prenzlau und Angermünde mit Sitz in Eberswalde schreitet derweil weiter mit ihren Plänen voran, die Innere Medizin des Krankenhauses in Angermünde und die Umwandlung der Kliniken für Chirurgie und Anästhesie im Krankenhaus Prenzlau.
Erst Ende Januar 2025 beschloss der Kreistag, das Krankenhaus Prenzlau jährlich in den Jahren 2025 und 2026 mit jeweils zwei Millionen Euro zu unterstützen. Das Krankenhaus Angermünde wurde nicht bedacht, denn der Handlungsbedarf in Prenzlau sei dringender als in der Kleinstadt in der östlichen Uckermark. Dort plant die GLG zwar, die Abteilung Innere Medizin zu schließen. Die Pläne sollen aber erst 2027 zum Tragen kommen.
Landkreis will Krankenhäuser Angermünde und Prenzlau retten
Landrätin Karina Dörk erklärte nun am 27. Februar in Prenzlau, dass der Landkreis prüft, eigene Wege mit den Krankenhäusern auf seinem Gebiet zu gehen. Dazu wird jetzt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. „Ich werde dafür kämpfen, dass wir dieses Krankenhaus hier in Prenzlau als Krankenhaus der Grundversorgung mit Basis-Notfallversorgung erhalten“, sagte Dörk. Ziel ist es zu prüfen, ob es möglich ist, die Krankenhäuser in Angermünde und Prenzlau aus dem GLG-Verbund zu lösen.
Dies sei aus ihrer Sicht nur der zweitbeste Weg, jedoch ließe die GLG-Geschäftsführung dem Landkreis keine andere Wahl, führte sie weiter aus. Die Meinungsverschiedenheiten zwischen Landkreis und Gesellschaft sind erstaunlich, denn der Landkreis Uckermark ist ebenfalls Gesellschafter der GLG – neben dem Landkreis Barnim und der Stadt Eberswalde. Beim Sonder-Kreistag Ende Januar wurde nicht nur die Finanzspritze für das Prenzlauer Krankenhaus beschlossen, sondern auch, dass Dörk sich als Minderheitsgesellschafterin für den Erhalt der Krankenhäuser einsetzt.
Notfallversorgung in der Uckermark soll sichergestellt werden
Gleichzeitig sollten auch zur Absicherung weitere Möglichkeiten ergründet werden, um die Notfallversorgung in der Region sicherzustellen. Unter anderem wurden eine Arbeitsgruppe zur Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung gegründet, und der Auftrag, weitere Maßnahmen zur Sicherstellung des Betriebes des Krankenhauses in Angermünde zu verfolgen, wurde an die Landrätin gegeben.
Die GLG wollte einer drohenden Insolvenz vorbeugen und deshalb einige Abteilungen im Landkreis Uckermark schließen. Sie hält weiter an ihren Plänen fest, trotz weiterer Proteste und des politischen Aufschreis. Die Versorgung sollte aber in der Region nicht komplett aus der Hand gegeben werden. Zum Beispiel sollte am Standort des Krankenhauses in Angermünde eine Art Medizinisches Versorgungszentrum entstehen. Das soll an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr geöffnet haben.


