Luca Piwodda bei Hart aber fair: Bürgermeister von Gartz stellt sich im ARD-Talk

Luca Piwodda ist Brandenburgs jüngster Bürgermeister. Am Montag vertritt er die ländliche Provinz in der Sendung "Hart aber fair" in Das Erste.
Thorsten PifanHart aber fair wird Brandenburgs jüngster Bürgermeister Luca Piwodda aus Gartz am Montagabend in Köln – beinahe am anderen Ende der Republik auftreten. Der 24-Jährige ist dort zu Gart bei Louis Klamroth in dem bekannten Talkformat „Hart aber fair“, das vom öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste ausgestrahlt wird.
Es geht um die Landtagswahlen in Ostdeutschland, verrät der junge, umtriebige Politiker. Sowohl in seiner Heimat Brandenburg, als auch in Sachsen und Thüringen stehen in den kommenden Wochen Landtagswahlen an. Dabei sieht es aus, als in Sachsen und Thüringen eine Regierungsbildung kaum am populistischen Bündnis Sahra Wagenknecht oder auch den Rechtspopulisten von der AfD vorbei möglich sein wird.
Wie sieht die politische Lage in Brandenburg an der Basis aus?
Auch in Brandenburg sieht es nach aktuellen Umfragen schwierig aus. Dazu soll Piwodda als Bürgermeister von der Basis, der keine der klassischen Parteien vertritt, an der Diskussion in der Runde unter anderem mit CDU-Urgestein Wolfgang Bosbach teilnehmen. Der Nordrheinwestfale gehört zu den führenden Köpfen der CDU nach der Jahrtausendwende.
Bosbach war Vorsitzender der Bundestagsfraktion und anschließend den Innenausschuss. Zur jüngsten Bundestagswahl zog sich der Politiker aus dem Parlament zurück, ist heute aber immer noch mit seiner Stimme und meistens braun gebrannt in vielen Talkshows präsent.
Luca Piwodda aus Gartz diskutiert mit Wolfgang Bosbach
Die Sendung wird live gesendet. Luca Piwodda startet dafür am Sonntag nach Köln, um sich dann am Montag auf den Fernsehauftritt vorzubereiten. Dabei ist geplant, ihn nicht nur mit einem kurzen Gastbeitrag zu Wort kommen zu lassen, berichtet er auf Nachfrage dieses Nachrichtenportals, sondern er wird in der großen Runde mitdiskutierten.
Weitere Gäste sind Katrin Göring-Eckardt von Bündnis 90/Die Grünen, die Historikerin und Autorin Katja Hoyer, die ihre Wurzeln im Brandenburgischen Guben hat, sowie Lena Grundmann, die zur Generation Piwoddas zählt. Lena Grundmann ist Aktivistin und Initiatorin des Bündnisses „Dorfliebe für alle“. Komplettiert wird die Runde mit der Spiegel-Redakteurin Ann-Kathrin Müller.
Bürgermeister aus dem ländlichen Raum der Uckermark
Piwodda berichtet, dass er den Part des Bürgermeisters von der Basis übernehmen soll, der aus seinem ländlichen Umfeld berichtet, in dem Parteien kaum noch eine Rolle spielen. „Auch vom Landtagswahlkampf merkt man bei uns in Gartz eher wenig“, sagt er und verweist auf die eher selten zu sichtenden Plakate.
Bei der jüngsten Kommunalwahl hat es in Gartz ein kleines politisches Erdbeben gegeben. Und auch ganz aktuell bebt das sonst so beschauliche politische Gartz mit dem Abwahlantrag des Amtsausschusses gegen Amtsdirektor Frank Gotzmann. Die AfD ist in Gartz zwar vertreten, spielt aber eine eher untergeordnete Rolle.
Keine Fraktionen in der SVV von Gartz bei Schwedt
Durchgesetzt haben sich vor allem die Einzelkandidaten, die rund um Luca Piwodda und seiner von ihm als Schüler gegründeten Freiparlamentarischen Allianz nahe stehen oder angehören. „In der Stadtverordnetenversammlung in Gartz haben wir bewusst auf die Bildung von Fraktionen verzichtet. Wir wollen Politik für die Bürger machen, jenseits von Parteiprogrammen“, erklärt er.
Mit dieser Philosophie will er auch künftig Politik machen – nicht aus dem Hinterzimmer, sondern möglichst präsent. So erläutert er aktuell einmal in der Woche seine Tätigkeit als Bürgermeister in einem Video, das er die sozialen Medien teilt. Anfang des Jahres fusionierte seine Freiparlamentarische Allianz mit der Partei des Fortschritts – einer Kleinstpartei mit Wurzeln im Raum Köln, die aber inzwischen so erfolgreich ist, dass sie sogar einen Vertreter ins EU-Parlament entsenden konnte.
Luca Piwodda präsentiert Credo der Partei des Fortschritts
Luca Piwodda verrät, dass er am Montagabend daher auch das Credo der Partei des Fortschritts präsentieren wird. Er sagt: „Wir wollen Sachpolitik machen, an unseren Ideen gemessen werden und an den Ergebnissen, die wir liefern, in dem wir auch selbst aktiv werden.“
Sendetermin ist am Montag, 26.8. 2024, ab 21 Uhr im Programm Das Erste.



