Museum in Schwedt: PCK, jüdisches Leben und Tabak – Museen feiern Jubiläum

Das Ritualbad im Jüdischen Museum in Schwedt. Die Einrichtung feiert ihren 15. Geburtstag.
Anett Wagner- Drei Museen in Schwedt feiern 2025 Jubiläen: 15, 25 und über 25 Jahre.
- Das Jüdische Museum wird für seine Mikwe bekannt; 1000 Kinder besuchen Projekte jährlich.
- Tabakmuseum in Vierraden beleuchtet Tabakanbau-Geschichte, feiert 25 Jahre am 3. September.
- Im Stadtmuseum läuft bis 19. Oktober eine Ausstellung zu DDR-Konsumgütern aus Polyurethan.
- Jubiläumsfeier im Jüdischen Museum am 25. Juli mit Swing-Band, freier Eintritt für alle.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Sommer, Sonne, Party – doch nicht nur am Strand oder bei den Odertal-Festspielen der Uckermärkischen Bühnen wird in diesen Tagen gefeiert. Gleich drei Museen in Schwedt begehen 2025 runde Geburtstage.
Manche Jubiläen regen nicht nur zum Feiern, sondern auch zum Nachdenken an. Der 15. Geburtstag des Jüdischen Museums in der Gartenstraße 6 gehört dazu. Überregional bekannt ist das Museum für seine Mikwe. Landläufig wird das Gebäude auch als Jüdisches Ritualbad bezeichnet, welches der rituellen Reinigung diente. Fast 1000 Kinder und Jugendliche beschäftigen sich hier im Jahr altersgerecht in Projekten zu Themen rund um das jüdische Leben.
Eintritt frei bei Feier im Jüdischen Museum in Schwedt
„Museum funktioniert nur mit den Menschen. Den Menschen der Region und den Schwedterinnen und Schwedtern“, sagte Anke Grodon im Gespräch mit diesem Nachrichtenportal. Sie ist Leiterin der drei Städtischen Museen in Schwedt. Hier wird am Freitag (25. Juli) das Museumsjubiläum groß gefeiert.
Freunde, Förderer und Mitarbeiter aller Museen der Stadt werden anwesend sein. In erster Linie richtet sich der Abend, bei dem es beschwingt zugehen wird, an die Einwohner der Stadt. Gefeiert wird mit der Berliner Swing-Band Monsieur Pompadour. Der Eintritt ist frei.
Museumsgeschichte könnte digital erscheinen
„Das ist ein Geschenk an alle, die uns unterstützt haben, an Freunde und Förderer der Museen“, so die Leiterin der drei Städtischen Museen in Schwedt. Ein Rückblick auf die Geschichte des Jüdischen Museums ist an diesem Tag nicht geplant. Anke Grodon verweist im Gespräch jedoch auf einen Beitrag im aktuellen Angermünder Heimatkalender, in dem die Geschichte aller drei Schwedter Museen ausführlich dargestellt ist.
Im Gespräch mit diesem Nachrichtenportal kam Anke Grodon spontan die Idee, die Geschichte der drei Museen, wie sie bereits im Heimatkalender erschienen ist, auch auf die Internetseite der Schwedter Museen zu stellen. Ein Blick auf die Webseite der Museen kann auch in diesem Sinne das Wissen über die drei Schwedter Bildungsinstitutionen vertiefen. „Bücher sind etwas Schönes, aber da wir alle digital unterwegs sind, kann man es da noch einmal lesen“, so die Museums-Chefin.
Viel Rauch um die Geschichte im Tabakmuseum in Vierraden
Die Veranstaltung am Freitag im Jüdischen Museum ist die zweite der drei Veranstaltungen in der Reihe der Schwedter Museums-Jubiläen. Das dritte der Museen befasst sich mit einem Thema, welches in Zeiten zunehmenden Gesundheitsbewusstseins kritischer gesehen wird. Es gehört aber zur Geschichte von Kultur und Wirtschaft in der Region dazu.
Das Rauchen steht heute eher in der Kritik. Über Jahrhunderte hinweg hat der Tabak und sein Anbau die Region um Vierraden geprägt. Seit 25 Jahren widmet sich das Tabakmuseum diesem Thema.
Vom Nichtrauchen und Möbeln aus dem PCK
Das Museum befindet sich in einer denkmalgeschützten ehemaligen Tabaktrockenscheune. Die Region zwischen Oder und Randow war lange Zeit vom Tabakanbau und dem Handel damit geprägt. Im Nichtraucherraum wird auf die Folgen des Gebrauchs von Tabak hingewiesen. Am Mittwoch (3. September) um 15 Uhr wird der 25. Geburtstag dieses Museums begangen.
Das Älteste der Schwedter Museen ist das Stadtmuseum. Bereits Anfang Februar wurde hier der Geburtstagsauftakt für alle drei Schwedter Museen begangen. Damals wurden die neugestalteten Räume der Ur- und Frühgeschichte und der Frühen Neuzeit in der Dauerausstellung im Stadtmuseum in der Jüdenstraße 17 eröffnet.
Noch bis zum Sonntag, dem 19. Oktober dieses Jahres läuft hier eine Sonderausstellung, die sich einem speziellen Teil der Geschichte des PCK widmet. Viele Betriebe in der ehemaligen DDR, waren verpflichtet, sogenannte Konsumgüter herzustellen. Oftmals waren das Produkte, die nur bedingt etwas mit den eigentlichen Erzeugnissen der Betriebe etwas zu tun hatten. In dieser Ausstellung wird ein Blick auf die VarioPur-Möbel aus dem Kunststoff Polyurethan geworfen, die im PCK Schwedt hergestellt wurden.



