ÖPNV-Streik in Uckermark
: Droht ein Bus-Chaos für Schüler und Pendler?

In der Uckermark drohen massive Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr durch einen Verdi-Warnstreik. Auch der Schulbus ist betroffen. Was Eltern dazu wissen müssen.
Von
Oliver Voigt
Schwedt, Angermünde
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Die Gewerkschaft ver.di ruft für Donnerstag zu Streiks in Hennigsdorfer Kitas auf.

Schwedt, 29.09.2020: Warnstreik UVG - Im bundesweiten Tarifkonflikt um die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) rief ver.di bundesweit zum Streik auf. Auch die Beschäftigten der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft traten in den Ausstand.

Die Gewerkschaft ver.di ruft einem bundesweiten Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr auf. Auch die Uckermärkische Verkehrsgesellschaft ist davon betroffen. Was Fahrgästen geraten wird.

Oliver Voigt
  • Verdi kündigt Warnstreik im ÖPNV für 27. und 28. Februar 2026 an.
  • UVG in Uckermark betroffen; konkrete Linienausfälle erst am Streiktag klar.
  • Schulen in Brandenburg bleiben offen; entschuldigtes Fehlen nach Meldung möglich.
  • UVG informiert via Kundencenter, Whatsapp, Instagram, Facebook, VBB-Fahrinfo, Tel. 03332 442615.
  • Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen; nächste Verhandlung am Mittwoch (11. März).

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach Verkehrsbehinderungen durch Eis und Schnee in den vergangenen Wochen stehen Pendlern und Schülern in der Uckermark erneut schwierige Tage bevor: Für Freitag, 27. Februar, und Sonnabend, 28. Februar 2026, hat die Gewerkschaft Ver.di einen bundesweiten Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr angekündigt.

Auch die Uckermärkische Verkehrsgesellschaft (UVG) wird davon betroffen sein – welche Linien konkret ausfallen, steht jedoch erst am Streiktag selbst fest, teilt Norbert Drauschke, Prokurist der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft, auf Nachfrage dieses Nachrichtenportals mit.

Besonders im Fokus steht erneut der Schülerverkehr. Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg hat die Schulen bereits auf mögliche Einschränkungen bei der Schülerbeförderung hingewiesen.

Schulen bleiben während des ÖPNV-Streiks offen

„Die Schulen im Land Brandenburg bleiben offen“, betont das Ministerium in einer Pressemitteilung. Lehrkräfte und das pädagogische Personal sind verpflichtet, zum Dienst zu erscheinen. Eltern müssen jedoch individuell prüfen, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar und möglich ist. Wer sein Kind nicht zur Schule schicken kann, muss dies der Schule rechtzeitig mitteilen – dann gilt der Fehltag als entschuldigt.

Für alle, die nicht kommen können, werden Aufgaben zur Verfügung gestellt, gegebenenfalls können Schulen auch Distanzunterricht anbieten. Die Schulleitungen wurden gebeten, mit den Trägern der Horte einen möglichst reibungslosen Übergang zwischen Schule und Hort abzusprechen.

UVG: „Wir versuchen, den Verkehr zu sichern“

Auch bei der UVG selbst herrscht Unsicherheit. Norbert Drauschke erklärt: „Wir verstehen die Sorgen der Fahrgäste sehr gut. Unser Ziel bleibt, trotz Streik möglichst viele Linien aufrechtzuerhalten. Welche Linien konkret betroffen sind, können wir aber leider erst kurzfristig sagen.“

„Wir bemühen uns, alle Informationen so schnell wie möglich über unsere digitalen Kanäle zu veröffentlichen“, so Drauschke weiter. Zudem informiere die UVG in den Kundencentern (Angermünde und Schwedt ab 5 Uhr, Templin ab 6 Uhr, Prenzlau ab 7 Uhr), über Whatsapp, Instagram, Facebook und die VBB-Fahrinfo. Telefonisch ist die UVG unter 03332 442615 erreichbar.

Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen und mehr Geld

Hintergrund des Warnstreiks sind die stockenden Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Ver.di und den kommunalen Arbeitgeberverbänden. Ver.di fordert für die bundesweit rund 100.000 Beschäftigten in etwa 150 Verkehrsunternehmen bessere Arbeitsbedingungen: kürzere Schichtzeiten, längere Pausen, höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit.

„In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt“, heißt es in einer Pressemitteilung von Verdi in Bezug auf den erneuten Warnstreik. Für Mittwoch (11. März) ist die nächste Verhandlungsrunde angekündigt.

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