Radsport
: Uckermärker wollen zurück zur Normalität

Die mehr als 300 km lange Ein-Tages-Tour Schwedt-Bansin-Schwedt steht am 20. Juni fest im Kalender der Radsportler.
Von
Jörg Matthies
Schwedt
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  • Einsame Schwedter Radsportler in den Weiten der Natur: Das Foto kann symbolisch für den schrittweisen Wiedereinstieg der Pedaleure in ihren Sport stehen. Bekommen sie jetzt für ihren Freiluft-Sport vielleicht sogar erheblichen Zuwachs?

    Einsame Schwedter Radsportler in den Weiten der Natur: Das Foto kann symbolisch für den schrittweisen Wiedereinstieg der Pedaleure in ihren Sport stehen. Bekommen sie jetzt für ihren Freiluft-Sport vielleicht sogar erheblichen Zuwachs?

    Carola Voigt
  • Wunschvorstellung: Für den 3. Oktober ist der traditionelle Prenz-­lauer Hügelmarathon auch wieder mit einer Familientour geplant.

    Wunschvorstellung: Für den 3. Oktober ist der traditionelle Prenz-­lauer Hügelmarathon auch wieder mit einer Familientour geplant.

    Carola Voigt
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Eine improvisierte Saisoneröffnung, immer mit Beachtung der Abstandsvorgaben, habe es zusammen mit einigen Prenzlauer Sportlern Anfang des Monats gegeben. Die Ausdauerndsten hätten dabei mehr als 200 Kilometer absolviert. Auch eine „Herrentagstour“ mit Damen habe es letzten Donnerstag mit den gleichen Vorzeichen gegeben.

Den regelmäßigen Trainingsbetrieb vornehmlich mit den sportlichen Treffen mittwochs und donnerstags könne man aber erst diese Woche und dann allmählich hoffentlich wieder mit zunehmender Beteiligung starten, sagt Kurth. Etliche vorgesehene Wettbewerbe seien in diesem Frühjahr schon der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen – den Spreewald-Marathon nennt er als Beispiel.

Fernduelle für die Motivation

Das traditionelle „Rad am Haff“ in Mönkebude am 20. Juni steht laut Auskunft des Veranstalters vom Dienstag ebenfalls kurz vor der Absage. An diesem Tag planen die Uckermärker nun eine eigene, ebenfalls schon über viele Jahre traditionelle Tour Richtung Norden: „Das Ein-Tages-Event Schwedt-Bansin und zurück über mehr als 300 Kilometer mit dem Pausen-Wendepunkt am Strand auf der Insel Usedom wollen wir fahren“, bestätigt Eckhard Kurth.

Noch könne er hier keine Teilnehmerzahl sagen. Vielleicht werden es fünf, vielleicht mehr. „Ich würde es aber auch zu zweit machen“, betont der ehrgeizige Abteilungsleiter des größten uckermärkischen Sportvereins.

Ansonsten vergleichen viele Radsportler derzeit ihre Trainingsleistungen oder auch Rekorde auf extra ausgewiesenen Streckensegmenten via Internet auf der Seite von „Strava“: „Da hat mir Profi Roger Kluge erst kürzlich einen Segmentrekord weggeschnappt“, berichtet Eckhard Kurth. Und er würdigt die Trainingsumfänge seiner Vereinskameraden Uwe Koch, der im zurückliegenden halben Jahr mehr als 5000 Kilometer im Rennsattel saß, und von Gabriele Stäudten, „die dem kaum nachsteht“.

Einladung auch für Neulinge

Gerade derzeit haben viele das Radfahren für sich neu- oder wiederentdeckt. Eckhard Kurth will deshalb noch eine Einladung aussprechen: „Ab diesen Donnerstag werden wir auch unsere wöchentlichen Trainingstouren für Neueinsteiger wieder starten.“ Jeder kann teilnehmen und ist dann vielleicht schon am 4. Juli dabei, wenn über gut 120 Kilometer die nächste Uckermark-Rundfahrt auf dem Programm steht. Dann werde es vom Café Seeblick in Angermünde Richtung Templin und über Greiffenberg zurück zum Ausgangspunkt gehen.

Training: Dauer zwischen zwei und drei Stunden, Treffpunkt jeweils 17 Uhr auf dem Parkplatz am Turmhotel SchwedtMittwoch: ambitioniertes Gruppen-/Ausdauer-/Intervall- und Tempotraining für GeübteDonnerstag: Kennenlernfahrten, Aufbautraining, Radspaß, Gruppenerlebnis auch für Neueinsteiger