Saisonstart: Schwedter stürzen sich an der Flussbadestelle ins Wasser
Etwa 30 Badegäste ließen es sich dann aber nicht nehmen, ins Wasser zu stürmen, nachdem Mike Bischoff, Vorsitzender des Vereins Flussbadestelle, das Zeichen gegeben hattte. Der SPD-Politiker hatte vorher noch insbesondere Nico Beyer begrüßt. Der 19-Jährige übernahm an diesem Tag die Wache als Rettungsschwimmer. Dafür hat das Team der Flussbadestelle eine Partnerschaft mit der DLRG geschlossen.
Allerdings ist nicht immer ein Rettungsschwimmer auf dem Gelände. „Deshalb ist hier auch Baden auf eigene Gefahr“, sagte Bischoff noch einmal mit Nachdruck, damit sich niemand beim Baden am alten Oder-Arm in trügerischer Sicherheit wiege. Denn auch wenn die Fließgeschwindigkeit sehr gering sei, die Wasserstraße sei ein Kanal, in dem es auch eine Strömung gebe.
In den vergangenen Tagen und Wochen hatte das Team von der Flussbadestelle das Gelände für die Eröffnung hergerichtet. So war neuer Sand herangeschafft und verteilt worden. Die vielen Helfer hatten Sonnerschirme aufgestellt und die Beete am Rand hergerichtet.
„Für die Rettungsschwimmer haben wir zudem eine Erste-Hilfe-Ausrüstung angeschafft“, erklärte Bischoff am Rande der Eröffnung. In guter Nachbarschaft befindet sich die Flussbadestelle mit der Pizzeria „Pane e piu“. Dort können Badegäste die sanitären Einrichtungen nutzen. „Die Stadt plant zudem am benachbarten Spielplatz öffentliche Toiletten einzurichten“, sagte Bischoff.
Zu den ersten Gästen an diesem Tag gehören auch Silvia und Hans-Joachim Blank. Die beiden Schwedter genießen den Nachmittag im Strandkorb. „Ich war hier schon baden, als es die alte Flussbadestelle noch gab“, erinnerte sich Hans-Joachim Blank. Die Flussbadestelle ist für sie ein idealer Naherholungsort, direkt vor der Haustür. „Da werden wir sicher mit den Enkelkindern häufiger vorbei kommen“, sagte Silvia Blank.
Wer bei der Eröffnung den Sprung ins kühle Nass mied, aber dennoch den Strand vom Wasser aus betrachten wollte, konnte dies vom Kanu aus machen. Beim Wassern holten sich die Kanu-Fahrer zwar auch nasse Füße, ansonsten blieben sie aber weitgehend trocken. Den Spaß hatten die Para-Kanuten und Special-Olympic-Sportler des Vereins Wassersport PCK Schwedt ermöglicht, die mit dem Team der Flussbadestelle eine besondere Freundschaft pflegen.
Stadt brachte Bojen aus
Kurz bevor die Flussbadestelle öffnete, hat die Stadt noch Bojen verlegt, um den Badebereich zu kennzeichnen und vor allem von der Fahrrinne abzutrennen, die aber dichter am gegenüberliegenden Ufer verläuft. Auch ein Badebereich für die Kinder ist ausgewiesen. Da am Strand aber überall Sand liegt, hatten die Jüngsten den gesamten Streifen in Beschlag genommen.
Es gibt vom Team der Flussbadestelle auch schon weitere Pläne. So soll noch eine Umkleidekabine geschaffen werden. Letztlich sind der Phantasie an Möglichkeiten auf dem Gelände kaum Grenzen gesetzt.
Wegen der Pandemie werden die Vorsichtsregeln vorerst erhalten bleiben – auch wenn die Landesregierung in Brandenburg weitere Lockerungen in Aussicht gestellt hat. Dazu gehört auch, dass die Personalien der Badegäste aufgenommen werden. Die vorläufigen Öffnungszeiten sind freitags, samstags und sonntags jeweils von 14 bis 18 Uhr.


