Gegen 11:20 Uhr teilten Zeugen am 24.8.2022 der Polizei in Schwedt mit, dass sie Schüsse in der Rosa-Luxemburg-Straße wahrgenommen haben. Als Ausgangspunkt der Schüsse ließ sich aufgrund der Zeugeninformation schnell eine Wohnung identifizieren.
Beamte der Polizeiinspektion Uckermark, die speziell für die Bewältigung lebensbedrohlicher Einsatzlagen geschult sind, wurden unverzüglich zum Einsatz gebracht. „Die Beamten konnten sich Zugang zu der betreffenden Wohnung verschaffen und trafen in dieser insgesamt vier Personen im Alter von 20 bis 31 Jahren an“, informiert Roland Kamenz, Pressesprecher der Polizeidirektion Ost auf Nachfrage von moz.de.
Aus diesem Wohnblock in der Rosa-Luxemburg-Straße in Schwedt fielen die Schüsse.
Aus diesem Wohnblock in der Rosa-Luxemburg-Straße in Schwedt fielen die Schüsse.
© Foto: Oliver Voigt
In der Wohnung fanden die Beamten bisher insgesamt drei sogenannte Softairwaffen auf, mit denen Plastikkugeln verschossen werden können. Die Beamten stellten die Waffen sicher und nahmen die vier Personen in Gewahrsam.
Weiterhin gab es eine Abstimmung zwischen der nahegelegenen Talsand-Schule und der Polizei, um mögliche Gefahren für Schüler und Lehrpersonal abzuwenden. „Es gab aber keine gezielten Schüsse auf Personen, vielmehr wurde willkürlich vom Balkon aus dem 9. Stock geschossen“, so Kamenz. Die Polizei hat im weiteren Verlauf Anzeigen wegen Bedrohung und Verstoß gegen das Waffengesetz aufgenommen. Die Untersuchungen der Waffen laufen weiter, man könne aber schon jetzt sagen, dass die Höhe der Geschossenergie den Straftatbestand nach dem Waffengesetz. „Softairwaffen dürfen nur auf befriedeten Besitz, sprich auf abgeschlossenem Gelände, Verwendung finden.“