Tanken in Polen: Wo es kaum Wartezeiten gibt und ob es sich noch lohnt
Seit der Wahl in Polen gleichen sich die polnischen und deutschen Spritpreise immer mehr an. Während die polnischen Preise nach der Wahl im Oktober anstiegen und zuletzt relativ stabil blieben, sind laut dem ADAC die Preise an den deutschen Tankstellen ungeachtet des Nahostkonflikts die fünfte Woche in Folge gesunken.
Damit befindet sich laut ADAC der Benzinpreis auf dem niedrigsten Stand seit Ende März. Dennoch lohnt es sich weiterhin, auf die Preise an den polnischen Zapfsäulen zu achten.
Keine Staus in der Gubener Region
Das gilt auch für die Fahrer in der Region Eisenhüttenstadt. Im Vergleich zum Grenzübergang in Frankfurt (Oder) muss derzeit an den Übergängen in der Gubener Region mit keinem Stau gerechnet werden. Sowohl nicht am Grenzübergang selbst als auch nicht an den Zapfsäulen.
Zwar ist beispielsweise in Gubin und Coschen der Zoll präsent, doch kontrolliert wird ähnlich wie an den nicht weit davon entfernten Übergängen in Gubinek und Schlagsdorf recht selten. Lange Autokarawanen wie regelmäßig in Slubice gibt es dort so gut wie nicht.
Am Donnerstagmittag (23. November) wurde in Eisenhüttenstadt das Super–Benzin in der Regel zu 1,75 und 1,78 den Liter angeboten. Ein Ausreißer nach oben ergab sich an der Esso–Tankstelle mit 1,82 Euro. Beim Diesel war die Preisspanne ähnlich. Von 1,68 Euro bei der Supermarkt–Tankstelle (Fährstraße) bis 1,78 bei Aral und Esso.
Unterschiede gibt es auch in Polen
Auch in Polen gab es am 23. November einige Unterschiede. Die nächste Tankstelle für Eisenhüttenstädter wäre die beim Grenzübergang in Coschen/Zytowan. Dienstags und donnerstags sind die beiden Aktionstage an der dortigen Power–Tankstelle.
An diesen beiden Tagen geht es dort in unmittelbarer Nähe der Grenzbrücke Neißewelle im Vergleich zu den Gubiner Tankstellen oft etwas preiswerter zu, an den übrigen Tagen hingegen ist es in der Stadt oft etwas billiger. Umgerechnet 1,47 Euro (6,40 Zloty) kostete am Donnerstag (23. November) in Zytowan das Benzin, 1,50 Euro (6,54 Zloty) waren für den Diesel zu bezahlen. Übrigens hatte es zwei Tage zuvor dort denselben Preis gegeben.
Außerhalb von Gubin oft etwas preiswerter
Etwas teurer war es fünf bis zehn Kilometer davon entfernt in Gubin. Moya, Orlen und BP verlangten unisono 6,57 Zloty für Super–Benzin und 6,78 Zloty für den Diesel. Minimal unter dem lag Circle K Express (Benzin 6,55 Zloty, Diesel 6,75 Zloty). Shell verlangte 6,62 Zloty für Benzin und 6,78 Zloty für Diesel, Horex wollte 6,61 Zloty (Benzin) und 6,79 Zloty für Diesel.
Wer noch etwas mehr sparen wollte, musste wie im Fall Zytowans außerhalb Gubins tanken. In Gubinek verlangte Circle K 1,42 Euro für Benzin und 1,53 Euro für den Diesel, Orlen wollte dort 1,47 Euro (6,44 Zloty) beziehungsweise 1,51 Euro (6,57 Zloty). Ähnlich verhält es sich an den Tankstellen im nahegelegenen Schlagsdorf.
Euro gibt gegenüber dem Zloty weiter nach
Allerdings lässt zum Nachteil der deutschen Käufer der Euro gegenüber dem Zloty weiterhin etwas nach. Einen Euro rechnete die polnische Nationalbank am 23. November in 4,36 Zloty um, die Tankstellen selbst führten unter anderem in Gubin einen Kurs von 1:4,27 an, allerdings war da eine Umtauschgebühr schon mit einbegriffen. Die hätte es bei Kartenzahlung bei einer Umrechnung nach dem Warschauer–Kurs ebenfalls noch gegeben. Doch diese Gebühr fällt in der Regel beim Bezahlen per Karte in Zloty geringer aus als beim Bezahlen in Euro per Karte beziehungsweise in bar in den Geschäften. Das könnte auch für die Besuche auf den Weihnachtsmärkten in Polen wichtig sein.
Wer nicht unbedingt dutzende Kilometer zum Tanken zurücklegen muss, ein hohes Fassungsvermögen für den Sprit hat beziehungsweise das Tanken mit anderen Dingen in Polen nebenbei erledigen kann, für den sollte sich ein Abstecher an eine polnische Tankstelle weiterhin lohnen.
Luft für Diesel–Fahrer wird dünner
Allerdings wird dabei die Luft für Diesel–Fahrer so langsam dünn. Um die 20 Cent pro Liter, größtenteils eher weniger, beträgt derzeit nur noch der Vorteil. Immerhin haben die Dieselautos im Vergleich zum Benziner den größeren Tank.
Beim Benzin sind es immerhin noch um die 30 Cent Spanne. Doch der Mitnahme von Benzin in Kanistern sind enge Grenzen gesetzt. Energiesteuerfrei sind nur 20 Liter bei der Einfuhr erlaubt, in Polen allerdings dürfen lediglich maximal zehn Liter in Reservekanistern mitgeführt werden. Der ADAC empfiehlt für Deutschland aus Sicherheitsgründen ebenfalls diese Menge, doch sind in Deutschland in Privatfahrzeugen immerhin maximal 60 Liter pro Behälter und 240 Liter je Fahrzeug zulässig.





