Tierheim Märkisch Buchholz
: Katze Peggy hasst Menschen - was steckt dahinter?

Im Tierheim Märkisch Buchholz gilt die Katze Peggy als aggressiv. Hinter Besenphobie und Angriffen steckt womöglich eine bedrückende Vorgeschichte.
Von
Jens Olbrich
Märkisch Buchholz
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Warum Katze Peggy Menschen so sehr misstraut und eine regelrechte Besenphobie entwickelt hat, kann man nur vermuten, meint Denise Möbius, stellvertretende Tierheimleiterin in Märkisch Buchholz.

Warum Katze Peggy Menschen so sehr misstraut und eine regelrechte Besenphobie entwickelt hat, kann man nur vermuten, meint Denise Möbius, stellvertretende Tierheimleiterin in Märkisch Buchholz.

Jens Olbrich
  • Im Tierheim Märkisch Buchholz gilt Katze Peggy als aggressiv und meidet Menschen.
  • Denise Möbius vermutet schlechte Erfahrungen bei früheren Haltern, keine Herkunft als Wildfang.
  • Deutliche Besenphobie: Früher griff sie an, heute zieht sie sich in ihre Höhle zurück.
  • Anfassen ist nicht möglich – mit Geduld und Leckerlis lässt sie begrenzte Nähe zu.
  • Peggy hat futtermittelbedingte Allergien; antiallergene Kost und Cortison verbesserten ihr Fell.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Davon, dass die kleine Samtpfote im Haus zuweilen auch die Krallen sehen lässt, kann vermutlich jeder Katzenbesitzer ein Lied singen. Aggressive Katzen, wie der nur kurz Church genannte Gruselkater Winston Churchill in „Friedhof der Kuscheltiere“, passen eher in einen Horrorfilm.

Würde Katze Peggy vielleicht auch in dieses Genre passen? Scheint so, denn Denise Möbius meint: „Sie hasst Menschen.“ Und dass die 12 Jahre alte Katze diesen drastischen Eindruck bei der erfahrenen Tierpflegerin hinterlässt, die zugleich stellvertretende Tierheimleiterin in Märkisch Buchholz ist, will schon etwas heißen. Die Tierpflegerin verurteilt das Tier damit nicht, der bittere Unterton in ihrer Stimme verrät das Gegenteil.

Wie dieser Eindruck zustande kam? „Am Anfang hat sie uns tatsächlich angegriffen“, erklärt Denise Möbius. Besonders aggressiv habe die grau getigerte Europäisch-Kurzhaar-Katze reagiert, wenn ein Tierpfleger in ihrer Nähe mit einem Besen gearbeitet habe. „Und hier ohne Besen zu arbeiten, ist leider ein bisschen schwer“, meint Denise Möbius bedauernd.

Katze aus Tierheim Märkisch Buchholz hat wohl bereits schlechte Erfahrungen

Inzwischen bleibe sie in ihrer Höhle, wenn um sie herum gefegt werde. Solange man ihr mit dem Besen nicht zu nah komme. Aber so eine ausgesprochene Besenphobie kommt ja nicht von ungefähr – könnte es sein, dass Peggy ein Wildfang ist? Denise Möbius schüttelt den Kopf. „Wildfänge, also besitzerlose Katzen, gehen in der Regel auf Rückzug und kennen keine Besen.“

Richtige Wildfänge, die in Peggys Alter eingefangen werden und die gar keinen Menschenkontakt hatten, verhalten sich anders, weiß die Tierpflegerin. Ihrer Meinung nach hatte die Katze eine Art Zuhause bei Menschen, wo es ihr wohl nicht so gut gegangen sein muss. „Sie wirkt, als ob sie irgendwas durchgemacht hätte, ohne jetzt irgendwas erfinden zu wollen.“

Mit Geduld und Leckerlis könne man sich der alten Katzendame inzwischen etwas nähern, aber anfassen sei bisher nicht möglich. „Sie ist halt nicht begeistert von Menschen“, meint Denise Möbius. „Von anderen Katzen übrigens auch nicht. Sie guckt genauso sauer, wenn die Kitten im Flur herumrennen.“

Erste Erfolge der Tierpfleger in Märkisch Buchholz mit „grantiger Oma“ Peggy

„Peggy ist die kleine, grantige Oma, die gerne getüttelt werden möchte – aber bitteschön ohne Körperkontakt“, fasst Denise Möbius zusammen. Die Entwicklung der Katze, sich inzwischen eher zurückzuziehen als anzugreifen, führt sie auf das Platzangebot im Katzenzimmer und auf die gute Arbeit der Tierpfleger zurück.

Spendenkonto Tierheim Märkisch Buchholz

IBAN: DE81 1009 0000 7213 9490 09
Berliner Volksbank
Interessenten an Peggy oder einem anderen Tier finden die bedürftigen Fellnasen im Tierheim Märkisch Buchholz
● Am Tierheim 1, 15757 Halbe, Tel. 033765 80689, E-Mail: tierheim@tierschutzverein-kw.de

Wie Peggy ins Tierheim Märkisch Buchholz kam? Sie sei gefunden worden, von Kindern. Das Ordnungsamt habe sie dann gebracht, erzählt die Tierpflegerin. Gekommen sei sie mit einem offenen Rücken, der bereits verkrustet gewesen sei. Allergiebedingt, erklärt Denise Möbius weiter. „Mademoiselle hat eine Allergie gegen diverse Futtermittel.“ Mit antiallergener Ernährung und mit Cortison habe es zwar ewig gedauert, Peggys Fell halbwegs wieder in einen ordentlichen Zustand zu bekommen, aber es sei gelungen.