Wohin am Wochenende?: Veranstaltungstipps für Angermünde und Schwedt

Die Musiker der Band "Die Zunft" halten das musikalische Erbe von Gerhard Gundermann lebendig. Die Band ist selbst Kult. Am 29. August 2026 ist die Band auf der Burg Greiffenberg bei Angermünde live zu erleben.
Pressefoto Die Zunft- Uckermark bietet am Wochenende viele Veranstaltungen – Fokus auf Angermünde und Schwedt.
- Gundermann-Abend auf Burg Greiffenberg: „Die Zunft“ spielt am 29. August 2026, Beginn 19.30 Uhr.
- Völkerwanderung auf Ehm-Welk-Spuren: Start 10 Uhr in Biesenbrow, Programm in Schmiedeberg.
- Ausstellung „Stolpe einst und jetzt“ öffnet am Sonnabend um 16 Uhr in der Kulturkapelle.
- Gut Kerkow bietet Sonntag Führungen um 13 Uhr und 15 Uhr, Eintritt frei.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Gerhard „Gundi“ Gundermann war ein unbeugsamer und zugleich sensibler Liedermacher in der DDR. Im Osten galten seine poetischen und kritischen Lieder als Sprachrohr des Volkes, vor allem der Menschen in den Tagebauen der Lausitz. Gundermann, einst selbst Baggerfahrer im Kohlerevier, setzte sich in seinen Texten mit dem Alltag der einfachen Menschen und mit zerrissenen Biografien und geplatzten Hoffnungen nach der Wende auseinander. Seit seinem frühen Tod 1998 sind sie Kult und unvergessen.
Jetzt können Fans und Neugierige „Gundis“ Lieder live bei einem einmaligen Gundermann-Abend in Angermünde erleben. Veranstalter ist der Denkmalverein Günterberg.
Der Verein Gundermanns Seilschaft, der sein Erbe wachhält, gastiert am 29. August 2026 auf der restaurierten Burgruine Greiffenberg zu Günterberg. Die mittelalterlichen Mauern bilden eine urige Kulisse für die Band „Die Zunft“. Die Musiker aus dem Oderbruch nehmen sich die Freiheit, ihre deutschsprachige Rockmusik bei jedem Konzert anders zu gestalten.
Neben eigenwilligen Übersetzungen der Songs von Bob Dylan und Van Morrison sind Lieder von Silly, Lift und Gerhard Gundermann hinzugekommen. Im Vorprogramm tritt Heike Mildner auf. Sie schreibt Lieder, die ins Ohr gehen und dort hängen bleiben.
Der Aussichtsturm auf der Burg ist geöffnet. Es gibt Herzhaftes vom Grill und Getränke. Konzertbeginn ist um 19.30 Uhr, Einlass und Abendkasse ab 18 Uhr. Tickets: info@gundi.de oder Touristinformation Angermünde.
Völkerwanderung auf den Spuren von Ehm Welk
Freunde der Literatur und der Natur können am Sonnabend, 29. August, auf den Spuren der „Heiden von Kummerow“ wandeln. Der Landkulturverein Biesenbrow lässt mit seiner legendären Völkerwanderung Ehm Welks berühmte Romanhelden an den originalen Schauplätzen der Kummerow-Bücher auferstehen. Die Wanderung führt in diesem Jahr von „Kummerow“ nach „Fliederberg“, wie Ehm Welk die Orte seiner Kindheit Biesenbrow und Schmiedeberg in seinen Romanen nannte.
Start ist um 10 Uhr an der Kirche Biesenbrow, Ortsteil von Angermünde. Ankunft in Schmiedeberg ist gegen 12.30 Uhr. Dort gibt es ein kulturelles Programm, Speisen und Getränke. Wer möchte, kann in den See springen. Um 15.30 Uhr geht es zurück nach Biesenbrow, Ankunft gegen 17 Uhr. Nicht nur Wanderer sind in Schmiedeberg herzlich willkommen.
Ausstellung zum Jubiläum: 775 Jahre Stolpe
Ein ganzes Jahr lang feiert der Angermünder Ortsteil Stolpe seinen 775. Geburtstag. An diesem Wochenende gibt es Einblicke in die wechselvolle Geschichte der ehemaligen Stadt. Am Sonnabend (29.8.) um 16 Uhr wird in der Kulturkapelle auf dem Friedhof die Ausstellung „Stolpe einst und jetzt – unser Dorf im Wandel“ eröffnet.
Auf 14 großformatigen Tafeln verbindet die Ausstellung historische und aktuelle Fotografien, private Aufnahmen, Archivbilder und persönliche Geschichten zu einem Porträt des Dorfes im Wandel. Die Ausstellung wurde von Anja Freyhoff, Thomas Uhlmann und Rainer Pinkpank gestaltet. Außerdem wird der erste Stolper Jahreskalender für 2027 präsentiert.
Urbane Weltkunst auf Gut Kerkow
Stadtleben mitten auf dem Land kann man derzeit auf Gut Kerkow erleben. Die Ausstellung im Gutshaus und im historischen Speicher präsentiert über 70 Arbeiten von 18 internationalen Künstlern, von Malerei, Fotografie bis zu Raum-Installationen. Die Künstler setzen sich mit aktuellen Themen auseinander, wie neuen queeren Lebensformen, Folgen der übersättigenden Urbanisierung und gleichzeitig Entvölkerung ländlicher Räume, der Kluft zwischen Großstadt und Dorf oder der Sehnsucht nach Landidylle und Natur.

Kunst auf Gut Kerkow bei Angermünde: Kurator Philipp Lange führt am Sonntag Besucher durch die ungewöhnliche Ausstellung "After the City/Nach der Stadt".
Daniela WindolffZum Ausklang des Sommers finden am Sonntag, dem 30. August 2026, zwei öffentliche Führungen in deutscher (13 Uhr) und englischer Sprache (15 Uhr) statt. Kurator Philipp Lange stellt Künstler und Kunstwerke sowie deren Hintergründe und Geschichten vor. Der Eintritt ist frei. Im Hofladen gibt es von 10 bis 18 Uhr regionales Essen und Getränke in Bio-Qualität.
Kaffeeklatsch für Senioren im Tierpark Angermünde
Der Tierparkförderverein lädt am Sonnabend (29.8.) alle Senioren in den Tierpark Angermünde zu einem gemütlichen Nachmittag ein. Bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen sowie musikalischer Unterhaltung vom Günterberger Chor und einem Überraschungsgast kann man sich in geselliger Runde die Zeit vertreiben. Auf Wunsch gibt es Führungen durch den Tierpark mit Informationen zu neuen Plänen.
Eintritt für Erwachsene 5 Euro, freier Eintritt für Kinder bis 14 Jahre.
Konzert in Gellmersdorf
Freunde klassischer Musik kommen am Sonnabend (29.8.) in Gellmersdorf bei Angermünde auf ihre Kosten. Das Brandenburgische Konzertorchester Eberswalde stimmt mit „Viva la musica“ ein heiteres Programm aus klassischen Evergreens, Filmmusik-Klassikern wie Friedrich Schröders „Man müsste Klavier spielen können“ und „As time goes by“ aus „Casablanca“, sowie modernen Ohrwürmern wie Michael Jacksons „Thriller“ oder „Penny Lane“ von den Beatles an. Beginn ist um 14 Uhr. Karten kosten 12 Euro.
Führungen durch Dorfkirchen und ein Wochenmarkt
Die beliebte Kirchentour „Wenn Kirchen erzählen“ mit Holger Müller-Brandes führt an diesem Wochenende in die nördliche Uckermark nach Flieth-Stegelitz. Bereits am Freitag (28.8.) um 17 Uhr steht die Dorfkirche Stegelitz mit ihrem opulenten Renaissancealtar und dem ebenso mächtigen, barocken Epitaph für den Generalfeldmarschall Georg Abraham zu Arnim im Mittelpunkt. Im Vorfeld der Veranstaltung lädt der örtliche Förderverein zum Wochenmarkt vor der Kirche ein.
Poesie und Geschichte vereinen sich am Sonntag (30.8.) um 15 Uhr in der Kirchenruine Flieth. Sie bietet die eindrucksvolle Kulisse für poesievolle sommerliche Gedichte des deutschen Dichters Richard Dehmel (1863-1920). Er war zu seiner Zeit sehr populär und Vorbild für Schriftsteller wie Thomas Mann. Die Kirchenführung ermöglicht die Wiederentdeckung seiner zauberhaften, zeitlosen Lyrik. Der Eintritt ist frei.


