Alkohol in Brandenburg
: Kunst gegen Komasaufen – was Jugendliche aus MOL tun können

Die DAK-Gesundheit hat ihre Kampagne „bunt statt blau“ zur Alkoholprävention bei Kindern und Jugendlichen gestartet. Es werden Ideen aus MOL gesucht.
Von
Katja Gehring
Seelow
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ARCHIV — Die Hand eines Jugendlichen greift in einer Gaststätte nach einem gefüllten Schnapsglas. (zu dpa „Wieder mehr jugendliche Komasäufer in Sachsen»)

Die Hand eines Jugendlichen greift in einer Gaststätte nach einem gefüllten Schnapsglas. Noch immer ist der Zahl Minderjährigen aus Brandenburg, die wegen Alkoholmissbrauchs ins Krankenhaus müssen, hoch. Die DAK startet deshalb wieder ihre Präventionskampagne. (Symbolbild)

Axel Heimken/dpa
  • Die DAK-Gesundheit startet erneut die Präventionskampagne „bunt statt blau“ gegen Komasaufen bei Jugendlichen.
  • 2023 wurden 314 junge Menschen aus Brandenburg wegen Alkoholmissbrauchs stationär behandelt.
  • Schüler zwischen 12 und 17 Jahren sind eingeladen, Plakate gegen Alkoholmissbrauch zu gestalten.
  • Einsendeschluss für die Plakate ist der 31. März 2025.
  • Es winken Geldpreise und Sonderpreise für kreative Einsendungen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Heute ein Bier, morgen ein Cocktail und dazu noch ein paar Shots – auch Jugendliche im Land Brandenburg konsumieren mehr Alkohol, als gut für sie ist und oftmals auch schon früher als es ihnen erlaubt ist. Nach aktuellen Zahlen aus der Gesundheitsberichterstattung des Bundes (GBE-Bund) gab es im Jahr 2023 insgesamt 314 junge Menschen aus Brandenburg, die mit Alkoholmissbrauch stationär behandelt werden mussten.

Auch wenn es 18 Prozent weniger sind als im Vorjahr (384), muss aufgeklärt werden. Wie wichtig Prävention ist, zeigt der Fakt, dass in der Statistik zehn bis unter 15-jährigen Kinder auftauchen. Die DAK hat dafür einen besonderen Weg gefunden.

Krankenkasse setzt auf Aufklärung

Die Gesamtzahl der Alkoholmissbräuche unter Jugendlichen im Land untergliedert sich in 170 Jungen und 144 Mädchen im Alter von zehn bis unter 20 Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr waren 27 Prozent (Vorjahr 234) weniger Jungen betroffen, bei den Mädchen vier Prozent (Vorjahr 150) weniger. Den größten Rückgang gab es in der Gruppe der zehn bis unter 15-Jährigen.

„Wurden 64 Kinder im Jahr 2023 im Krankenhaus aufgenommen, waren es im Jahr zuvor 95 (minus rund 33 Prozent). Hier ging die Zahl der betroffenen Jungs gar um mehr als die Hälfte zurück, von 51 auf 25 im Jahr 2023“, heißt es von der DAK.

„Wir freuen uns darüber, dass weniger Jugendliche mit einem akuten Rausch stationär in einer Klinik behandelt werden müssen“, sagt Heiko Schübler von der DAK-Gesundheit und betont gleichzeitig: „Nach wie vor ist jede Alkoholvergiftung eines jungen Menschen eine zu viel“. Deshalb setze die Krankenkasse weiter auf Aufklärung und ihre erfolgreiche Alkohol-Präventionskampagne gegen das Komasaufen – „bunt statt blau“ – auch 2025 fort.

Im 16. Jahr schon sucht die DAK die besten Plakatideen auch aus dem Landkreis Märkisch-Oderland gegen das sogenannte Rauschtrinken. Schülerinnen und Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren sind eingeladen, sich mit dem Thema Alkohol zu beschäftigen und bis 31. März kreative Plakate zu entwerfen. Verbunden mit der Kampagne ist die „Aktion Glasklar“, die Kinder und Jugendliche, Lehrkräfte und Eltern über die Folgen von Alkoholmissbrauch aufklärt.

Plakate bis 31. März 2025 einreichen

Seit 2010 haben bundesweit mehr als 136.000 Schülerinnen und Schüler bunte Plakate gegen das Komasaufen gestaltet, darunter auch viele aus MOL. Die Kampagne „bunt statt blau“ wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt. Bundesschirmherr ist der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Burkhard Blienert.

Beim Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ warten Geldpreise in Höhe von insgesamt rund 12.000 Euro auf die kreativen Gewinner. Einsendeschluss ist der 31. März 2025. Danach werden in allen 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet.

Im Juni wählt die Bundesjury um DAK-Vorstandschef Andreas Storm und dem Beauftragten der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Burkhard Blienert, aus den 16 besten Landes-Plakaten die Bundessieger. Zusätzlich gibt es auch in diesem Jahr auf Landes- und Bundesebene den „Sonderpreis junge Talente“ für die unteren Altersstufen und bundesweit den Sonderpreis „Social Media“ für die besten Bilder, die mit dem Hashtag #dakgesundheit oder #buntstattblau hochgeladen wurden.

Wer mitmachen möchte, muss sich an wenige Vorgaben bei der Gestaltung des Plakats halten. Zeichnen, malen, fotografieren – alles ist erlaubt. Bei einer Collage wird gebeten darauf zu achten, dass alle Bildteile gut befestigt sind. Marken und Logos – zum Beispiel von Getränkeherstellern –dürfen nicht erkennbar sein. Das Plakat muss das Format DIN A2 haben.

Auf www.dak.de/buntstattblau können sich die Teilnehmer einzeln oder als Team anmelden und schicken dann das fertige Plakat zusammen mit der unterschriebenen Teilnahmeerklärung an folgende Adresse: DAK-Gesundheit; Landesvertretung Brandenburg; Aktion „bunt statt blau“; Lindenstraße 6; 14467 Potsdam – Stichwort „Aktion bunt statt blau“. Einsendeschluss ist der 31. März 2025.