DDR-Oldtimer
: Ostblock Meeting 2024 in Neuhardenberg – das erwartet die Fans

Oldtimer aus DDR-Zeiten locken zum 5. Ostblock Meeting nach Neuhardenberg. Es wird mit einigen Änderungen veranstaltet.
Von
Katja Gehring
Neuhardenberg
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Ostbock-Meeting 2023 in Neuhardenberg

Das Ostbock-Meeting 2023 in Neuhardenberg war gut besucht. Die Veranstalter hoffen auch 2024 auf große Resonanz – trotz der Änderungen.

Peter Grenz

Wer Oldtimer mag, wird am Sonnabend, 14. September 2024, in Neuhardenberg ab 10 Uhr auf seine Kosten kommen. Hier präsentieren Besitzer von Trabi, Wartburg, Lada, Schwalbe und Co. Fahrzeuge, die zu DDR-Zeiten im Straßenverkehr ganz normal waren.

Heute versprühen diese Autos und Mopeds einen Hauch von Ostalgie und rufen Erinnerungen hervor. So soll es auch beim diesjährigen Ostblock-Meeting in Neuhardenberg sein. Allerdings steht bei der mittlerweile 5. Auflage das Airport-Gelände nicht wie bisher zur Verfügung – was sich auch auf das Programm auswirkt.

Einen Vorgeschmack auf die Vielfalt an Fahrzeugen wird auf den Straßen nach Neuhardenberg bereits am Freitag (13. September) zu erleben sein. Denn die meisten Teilnehmer reisen zwischen 13 und 20 Uhr an.

Sie kommen aus Bayern und Baden-Württemberg, der Schweiz sowie aus ehemaligen Ostblock-Staaten wie Polen und Ungarn. Selbst der weite Weg aus England wird auf sich genommen, um in Neuhardenberg dabei sein zu können.

DDR-Oldtimer-Treffen: Ausweichen auf eine kleinere Fläche

Insgesamt erwarten die Organisatoren rund 400 Oldtimer. „In nur sieben Tagen, so schnell wie noch nie, waren alle Teilnehmerplätze vergeben“, berichtet Frank Trepke vom Strausberger Online-Händler „Erichs Erben“, der das Ostblock-Meeting gemeinsam mit dem Flugplatzmuseum Neuhardenberg – das am Sonnabend besichtigt werden kann – veranstaltet. Er deute das als Anzeichen dafür, dass das Event ähnlich gut angenommen wird wie 2023. „Und das, obwohl wir von Anfang an kommuniziert haben, dass wir auf eine kleinere Fläche ausweichen müssen“, ist Trepke erleichtert.

„Das ganze Event findet ausschließlich auf dem Gelände am Flugplatzmuseum statt“, informiert er. „Die Fläche am Airport dürfen wir dieses Jahr nicht nutzen.“ Airport-Chef Uwe Hädicke begründet dies auf Anfrage mit einer eigenen Veranstaltung am Freitagabend (13. September) und nimmt auch gleich die Hoffnung auf die beliebten Rundflüge. Auch diese könnten in diesem Jahr nicht gebucht werden.

Die 400 Teilnehmerplätze auf dem Gelände am Flugplatzmuseum in Neuhardenberg waren innerhalb einer Woche vergeben. Angemeldet sind meist getunte Ost-Fahrzeuge, aber auch originale.

Die 400 Teilnehmerplätze auf dem Gelände am Flugplatzmuseum in Neuhardenberg waren innerhalb einer Woche vergeben. Angemeldet sind meist getunte Ost-Fahrzeuge, aber auch originale.

Peter Grenz

Ohne Teile-Markt und Sprint-Rennen in Neuhardenberg

Die Folge des Umzugs ans Museum: das 5. Ostblock-Meeting wird eine ruhende Veranstaltung. „Wir haben in diesem Jahr keine Rennstrecke und es gibt leider keine Sprint-Rennen für Mopeds“, kündigt Trepke an. Auch ein Teile-Markt werde nicht stattfinden.

„Dafür bräuchte man sehr viel Platz, der am Flugplatzmuseum einfach nicht da ist.“ Wer aber Gefallen an beispielsweise Lampen aus alten Motorteilen oder einer Minibar aus einem Kanister finden, werde wohl nicht enttäuscht sein. „Ich gehe stark davon aus, dass das Ostblock-Meeting gut wird“, so Frank Trepke.

Ostblock Meeting in Neuhardenberg: German East Driver zu Gast

„Vor Ort haben wir einen Leistungsprüfstand für Mopeds und Autos“, informiert der Veranstalter. „Und die German East Driver sorgen wieder für verbrannten Gummi, wie zuletzt beim Stadtfest in Bad Freienwalde“, verspricht er. Verzichtet werden müsse auch nicht auf die beliebten Fahrzeugbewertungen. Frank Trepke gehe davon aus, dass auch in diesem Jahr das Verhältnis von Tuning-Fahrzeugen zu originalen Oldtimern bei 70 zu 30 liegt. Wobei das auch Auslegungssache ist, meint der Organisator. „Denn schon zu Ost-Zeiten hat es Veränderungen gegeben – zum Beispiel mit Teilen aus verschiedenen Baujahren.“

Frank Trepke gehört zu „Erichs Erben", die das Ostblock-Meeting in Neuhardenberg auch in diesem Jahr gemeinsam mit dem Flugplatzmuseum veranstalten.

Frank Trepke gehört zu „Erichs Erben“, die das Ostblock-Meeting in Neuhardenberg auch 2024 gemeinsam mit dem Flugplatzmuseum veranstalten.

Peter Grenz

Langos, Ost-Grilletta und Zuckerwatte auf dem Ostblock Meeting

Auch wenn es in diesem Jahr beim Ostblock-Meeting etwas enger wird, ist noch ausreichend Platz für einen Kinderbereich mit Kinderschminken und Hüpfburg. Einige Partner seien mit weiteren Angeboten vor Ort.

Als Snack für zwischendurch sind Zuckerwatte und Softeis zu haben, aber auch Deftiges wie Bratwurst, Burger und Langos. „Aber auch die Grilletta, die es im Osten gab“, so Trepke auf. „Bulette im Brötchen“, erklärt er.

Ostblock Meeting 2024: Anreise, Parken und Eintritt

Auf der B167 ist das Flugplatzmuseum ausgeschildert. Besucher können wie im vergangenen Jahr auf der Wiese in der Nähe vom Flugplatzmuseum parken. Von dort aus sind es nur etwa zwei Minuten zu Fuß bis zum Veranstaltungsgelände.

Ab 10 Uhr wird ein Eintritt von 5 Euro pro Person (ab 10 Jahren) erhoben.

Das Ostblock-Meeting finde laut Trepke erfahrungsgemäß gegen 18 Uhr sein Ende. „Dann wird es dunkel und die Leute machen sich langsam auf den Heimweg.“