Kirche und Handwerk: Tonziegel von Kindern werben für Kirchsanierung in Letschin

Kleine Tonziegel geformt: Unter Anleitung von Töpfer Manfred Dannegger (77) haben am Reformationstag Laura und Abby (beide 9) diese Ziegel gestaltet. Mit dem Kauf wird die Sanierung der Kirche Wilhelmsaue gefördert.
Ulf Grieger- Letschin-Oderbruch sammelt Spenden für die Sanierung der Kirche Wilhelmsaue.
- Kinder formen kleine Tonziegel mit dem Motto „Ein Dach für alle“ – Verkauf folgt nach dem Brand.
- Die Ziegel kosten einen Euro, Erlös fließt komplett in die Kirchensanierung.
- Geplant sind Arbeiten an Dach, Fenstern, Putz, Fachwerk sowie Malerarbeiten im Innenraum.
- Spenden möglich via GoFundMe, Banküberweisung oder im Pfarramt während der Sprechzeiten.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Mit einer originellen Aktion hat die Kirchengemeinde Letschin-Oderbruch eine Spendensammlung zur Sanierung der rund 200 Jahre alten Fachwerkkirche von Wilhelmsaue gestartet. Am Reformationstag (31. Oktober) waren Kinder und Jugendliche bei Töpfer Manfred Dannegger zu Gast.
In dessen Werkstatt am Oderdeich in Groß Neuendorf brachten sie rotbraunen Töpferton in kleine Formen und bestempelten sie dann mit Mustern und dem Motto, unter dem die ganze Aktion steht: „Ein Dach für alle.“
Bald werden die Spendeziegel bei mehr als 1000 Grad gebrannt und gehen dann in den Verkauf beim Gottesdienst, im Töpferladen und auf Weihnachtsmärkten sowie beim Adventsfest an Danneggers Brennofen am 28. November.
Idee kommt von Usedom
Die Idee für die Spendenaktion steuerte Töpfer Dannegger bei. Der 1949 in Koserow auf Usedom geborene Fischersohn und spätere Kapitän hatte von 1988 bis 2006 eine Keramikwerkstatt in Morgenitz, das noch heute für seine Töpfer-Märkte berühmt ist. „Dort hatten wir schon einmal so eine Spendenaktion mit kleinen Ziegeln, die sehr erfolgreich war“, erzählt er. Vor rund 20 Jahren baute er seine Keramikwerkstatt in Groß Neuendorf auf.
Die Idee wurde vom Gemeinderat gerne aufgegriffen und am Reformationstag war es so weit: Sechs Kinder und Jugendliche, die bei Anett Forbrig in die Christenlehre gehen und Jugendliche, die zur Konfirmandengruppe gehören, hatten ihren Spaß beim Gestalten. Die Ziegel haben auch ein kleines Loch, um auch als Baumschmuck zu Weihnachten Karriere machen zu können. Der Preis von einem Euro geht komplett in die Spendenkiste der Kirchgemeinde.
Für Manfred Danneger ist mit der Aktion auch ein weiterer Zweck erfüllt: „Die Kinder werden damit an das Handwerk herangeführt. Sie lernen dabei, dass es mehr gibt als nur das Handy.“ Wer ebenfalls bei ihm solche Ziegel formen möchte, kann sich anmelden: Telefon (03 34 78) 3 86 68
Kunstmarkt macht Kirche überregional bekannt
Die Wilhelmsauer Kirche ist überregional vor allem bekannt für die Kunstmärkte, die der Förderverein Wilhelmsaue vor knapp 30 Jahren ins Leben gerufen hatte. Das Bethaus, eine Kirche ohne Turm, wurde im Jahre 1820 in Fachwerkbauweise errichtet. Reparaturen in den Jahren 1956/57 sicherten zunächst den Bestand des Gebäudes. 1992 bestand akute Einsturzgefahr. Umfangreiche Restaurierungen retteten das Bauwerk, sodass es seit 1996 vielseitig nutzbar ist. 1997 fand der erste Kunstmarkt dort statt.
So ist auch das Motto der Spendensammlung zur Kirchsanierung zu verstehen: „Ein Dach für alle“. „Unsere Fachwerkkirche in Wilhelmsaue ist seit über 200 Jahren ein fester Teil des Dorfes. Sie ist nicht nur ein wertvolles Baudenkmal, sondern auch ein Ort für Gottesdienste, Konzerte, Ausstellungen, Feste und Begegnungen. Damit die Kirche auch in Zukunft erhalten und mit Leben gefüllt werden kann, stehen wichtige Sanierungsarbeiten an“, heißt es im Spendenaufruf des Gemeindekirchenrates.

Kirche Wilhelmsaue: An dem 1820 errichteten Fachwerk muss vor allem das Dach erneuert werden. Es ist das wichtigste Gotteshaus der Kirchengemeinde Letschin-Oderbruch.
Ulf GriegerVorgesehen sind insbesondere Maßnahmen an der Dachkonstruktion und Dacheindeckung, die denkmalgerechte Instandsetzung bzw. Erneuerung der besonderen Fenster, Arbeiten an Putz und Fachwerk sowie erforderliche Malerarbeiten im Innenraum. Ergänzend soll die Nutzbarkeit des Gebäudes, ähnlich der Sietzinger Kirche, durch die Herstellung einer Toilettenanlage und einer kleinen Teeküche sowie durch notwendige Anpassungen der technischen Infrastruktur, des Brandschutzes, der Lüftung und der Trinkwasserhygiene verbessert werden.

Konzentriert bei der Arbeit in der Töpferei. : Theo (13) und Rosalie (5) sowie die ehrenamtliche Pfarrerin Jennifer Hein.
Ulf Grieger„Mit unserem Projekt ‚Ein Dach für alle‘ wollen wir die Kirche bewahren und gleichzeitig als lebendigen Treffpunkt für Wilhelmsaue und die Region weiterentwickeln“, erklären Anja West vom GKR und die ehrenamtliche Pfarrerin Jennifer Hein, die ebenfalls bei der Ziegelaktion zum Reformationstag dabei waren. Die gesammelten Gelder werden vollständig für die Kirche Wilhelmsaue verwendet.
Es gibt mehrere Möglichkeiten zu spenden:
Über GoFundMe einfach den QR-Code scannen: https://gofund.me/45c422836 per Banküberweisung an Evang. Kirchenkreis Oderland-Spree IBAN: DE82 3506 0190 1599 6660 75 Bank für Kirche und Diakonie (BKD) Duisburg / Betreff: Spende Wilhelmsaue
Oder zu den Sprechzeiten im Pfarramt Letschin: Montag und Donnerstag von 8.30 bis 12 Uhr

