Schulbau: Ausschuss bestätigt Standortwahl

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pixabayDer Kreisausschuss des Kreistages von Märkisch–Oderland hat dem Kreistag die Vorlage des Bauverwaltungsamtes zum Neubau eines Gymnasiums zur Beratung und Beschlussfassung empfohlen. Im Ausschuss erläuterte Friedemann Hanke (CDU), Erster Beigeordneter des Landrats, die Kriterien, nach denen die Verwaltung den Standort der ehemaligen Polizeiwache Strausberg empfiehlt. Man habe von den in Frage kommenden Standortgemeinden Hoppegarten, Fredersdorf–Vogelsdorf, Altlandsberg und Strausberg mögliche Grundstücke abgefragt. Die wurden daraufhin danach untersucht, ob sie groß genug, gut erreichbar und in einem baureifen Zustand sind, da die Zeit dränge. Bereits Mitte der 2020er Jahre möchte man den Schulbetrieb aufnehmen.
Das Grundstück der alten Polizeiwache Strausberg habe sich dabei als am besten geeignet erwiesen, so Hanke. Es sei recht gut vom S–Bahnhof Strausberg -Nord und mit Bussen erreichbar. Zudem habe man vom Land bereits die Option erhalten, das landeseigene Grundstück kostenfrei zu bekommen.
Landrat Gernot Schmidt (SPD) machte deutlich, dass man sich beim Standort Strausberg auch daran orientiert habe, wie sich die Entwicklung des Umlandbereiches von Berlin in den kommenden 40 Jahren darstellen werde. Zum einen will man den akuten Bedarf an Gymnasiumsplätzen im randberliner Raum befriedigen, zum anderen aber auch für die nächsten Jahrzehnte mitdenken. Schon jetzt sei bekannt, dass sich aus dem Bereich Müncheberg rund 80 Prozent der Siebtklässler für Einrichtungen im Strausberger Raum entscheiden und lediglich 20 Prozent für die Schulen der Bereiche Seelow und Bad Freienwalde.
Die Kreisverwaltung sehe aber auch den Bedarf für eine Oberschule im Berliner Umlandbereich. Deshalb will man den Bau einer vierzügigen Oberschule in der Stadt Altlandsberg anstreben. Dort soll der Schulbetrieb bereits 2023/24 aufgenommen werden. Sollten es dort die Schülerzahlen hergeben, stellt Schmidt auch die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe an der neuen Schule in Aussicht. Dietmar Barkusky (Linke) machte deutlich, dass im Falle der Standortsentscheidung für den Gymnasiumsneubau in Strausberg die Anbindung des Umlandes mit Bussen deutlich verbessert werden müsse. Aktuell sei es kaum möglich, nach Abendveranstaltungen in die Heimatdörfer mit dem Personennahverkehr zu kommen. Michael Gläser (SPD) begrüßte ausdrücklich die Option, dass in Altlandsberg eine gymnasiale Oberstufe möglich sei.
