Hund in Berlin-Spandau
: Loriot hätte Lotte geliebt – ein Mops im Bezirksamt

Mops Lotte hat als einer der ersten Bürohunde im Bezirksamt Spandau in Berlin Einzug gehalten. Was den Hund auszeichnet und was er von seiner Abstammung hält.
Von
Britta Meyer
Spandau
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Henriette Bienert mit ihrer Mopshündin Lotte im Spandauer Bezirksamt

Henriette Bienert arbeitet im Bezirksamt Spandau – inzwischen mit Hund. Warum Mops Lotte die Gesellschaft sucht.

Britta Meyer
  • Mops Lotte ist einer der ersten Bürohunde im Bezirksamt Spandau, Berlin.
  • Besitzerin Henriette Bienert ist Gruppenleiterin im Fachbereich Bau- und Wohnungsaufsicht.
  • Lotte, 10 Jahre alt, hat keine Atemprobleme und genießt die Büroumgebung.
  • Früher waren Möpse Kaiserhunde, jetzt sind sie auch als Bürohunde beliebt.
  • Trotz gesundheitlicher Bedenken ist Lotte gesund und zufrieden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Lotte ist eine Hundedame von ruhigem Charakter. Sie läuft gemächlichen Schrittes unter dem Schreibtisch ihres Frauchens in Berlin-Spandau herum, bleibt schließlich neben der nächstbesten Menschenhand stehen und wartet dort darauf, dass ihr die Nackenfalten gestreichelt werden. Wenn das nicht passiert, kann es vorkommen, dass der Besucher sich von der Mopsdame einen scheelen Blick einfängt.

Lotte ist einer der ersten Bürohunde, die das Bezirksamt Spandau im Rahmen seines neuen Pilotprojekts seit Mitte November in seinen Räumen erlaubt. Loriot hätte die alte Dame wahrscheinlich geliebt!

Ein Mops im Bezirksamt Spandau – als wäre er dort geboren

Viktor von Bülow sagte bekanntlich einst über seine Lieblingshunde: „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos.“ Jetzt muss sogar das Spandauer Rathaus nicht mehr ohne seinen hauseigenen Mops auskommen.

„Die Hunde waren ursprünglich dem chinesischen Kaiser vorbehalten“, sagt Hundebesitzerin Henriette Bienert. Sie ist Gruppenleiterin im Fachbereich Bau- und Wohnungsaufsicht des Bezirksamts Spandau. Lotte ist das herzlich egal. Sie fügt sich ins Büroleben so genügsam ein, als wäre sie unter diesem Schreibtisch zur Welt gekommen.

Vor mehr als 2000 Jahren war der Mops tatsächlich ein Kaiserhund, der nur von den ranghöchsten Familien Chinas gezüchtet und gehalten werden durfte. Im 16. Jahrhundert jedoch kamen die kleinen Hunde auf den Schiffen der Ostindien-Kompanie in die Niederlande und wurden bald beliebte Maskottchen wohlhabender Europäer.

Der Mops – eine durchaus umstrittene Hunderasse

Ein Mops kann aufgrund seines sehr runden Kopfes und der kurzen Schnauze oft sehr schwere Atemprobleme entwickeln. Züchterische Übertreibungen haben außerdem die Pug-Dog-Enzephalitis, eine erbliche Erkrankung des Nervensystems, hervorgebracht. In den Niederlanden ist ihre Zucht daher inzwischen stark eingeschränkt.

Und wie geht es Lotte im Spandauer Bezirksamt? Die Mopsdame selbst habe keine Atemprobleme, sagt Besitzerin Henriette Bienert. Mit ihren zehn Jahren sei der Hund zwar eine inzwischen gemächliche alte Dame, aber immer noch bei guter Gesundheit.

Als sie hochgehoben und für ein besseres Foto auf den Schreibtisch gesetzt wird, seufzt sie nur tief und nimmt es mit der Würde des Alters hin. Solange sie Gesellschaft hat, ist sie sichtlich zufrieden. Die dürfte im Bezirksamt nicht ausgehen.