Brand in Berlin-Marzahn: Rauchwolke, Flammen und Explosionen – was bekannt ist

Großbrand in Berlin-Marzahn: Explosionen erschüttern Gewerbegebiet im Pyramidenring. Mehr als 150 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen, die am Sonntagabend ausbrachen.
Dennis Lloyd Brätsch- Großbrand in Berlin-Marzahn: Feuer im Gewerbegebiet am Pyramidenring.
- Meterhohe Flammen und Explosionen seit Sonntagabend (1. Juni).
- Rauchsäule bis Strausberg sichtbar; Feuerwehr seit 21 Uhr im Großeinsatz.
- Brandort großflächig abgesperrt; Zugang schwierig.
- Weitere Informationen folgen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Großeinsatz in Berlin-Marzahn! Am Sonntagabend ist in einem Gewerbegebiet im Pyramidenring in Berlin-Marzahn ein verheerender Großbrand ausgebrochen. Die meterhohen Flammen und die weithin sichtbare Rauchsäule erregten große Aufmerksamkeit – sogar im rund 26 Kilometer entfernten Strausberg war der dichte Rauch zu sehen.
Ersten Informationen der Berliner Feuerwehr zufolge begann der Einsatz gegen 21 Uhr. Gegen 7 Uhr morgens war der Brand unter Kontrolle, wie die Feuerwehr dem RBB mitteilte. Die Nachlöscharbeiten werden demnach wohl bis in die Mittagsstunden andauern.
Mehrere Stunden kämpften zahlreiche Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr gegen die lodernden Flammen. Insgesamt waren mehr als 225 Feuerwehrleute im Einsatz, davon bis zu 150 zeitgleich. Immer wieder waren Explosionen zu hören.
Die Feuerwehrkräfte wurden dabei von Spezialfahrzeugen unterstützt, darunter ein Flugfeldlöschfahrzeug der Flughafenfeuerwehr Berlin-Brandenburg. Auch Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerk und des Deutschen Roten Kreuzes waren vor Ort im Einsatz.
Feuerwehr im Großeinsatz: Mehr als 150 Einsatzkräfte vor Ort
Wie Feuerwehrsprecher Rolf Erbe vor Ort mitteilte, standen mehrere Lagerhallen, abgestellte Lkw sowie große Mengen gelagerter Holzpaletten in Flammen. Der Brand hatte sich demnach auf einer Fläche von rund 3500 Quadratmetern ausgebreitet. Was in den Hallen gelagert war und welche Unternehmen betroffen sind, ist derzeit noch unklar.
Aufgrund der enormen Rauchentwicklung warnte die Berliner Feuerwehr und empfahl den Anwohnern, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Klimaanlagen abzuschalten. „Die enorme Rauchentwicklung sorgt im näheren Umfeld der Einsatzstelle für eine Geruchsbelästigung, die auch noch bis in die Vormittagsstunden anhalten wird“, so die Feuerwehr.
In Hönow löste die weithin sichtbare Rauchsäule einen weiteren Feuerwehreinsatz aus. Gegen 22 Uhr wählten besorgte Bürger den Notruf, da sie einen Brand in einer Lagerhalle an der Neuen Mehrower Straße vermuteten. Wie die Einsatzkräfte vor Ort jedoch feststellen mussten, stammte der Rauch aus Berlin-Marzahn.
Probleme bei der Wasserversorgung im Gewerbegebiet
Bei der Wasserversorgung kam es zunächst zu logistischen Herausforderungen. In dem Gewerbegebiet gibt es offenbar keinen Hydranten „Wir hatten hier erhebliche Schwierigkeiten mit einer ausreichenden Menge an Löschwasser. Wir haben jetzt hier bereits mehrere Kilometer Schläuche liegen“, sagte Sprecher Rolf Erbe vor Ort. Bereits im Dezember hatte es bei einem Brand Probleme mit der Löschwasserversorgung in dem Gewerbegebiet gegeben.

Ein Flugfeldlöschfahrzeug vom Flughafen Berlin/Brandenburg (BER) wird bei den Löscharbeiten eingesetzt. Das Fahrzeug rückte mit Polizeibegleitung aus Schönefeld an.
Dennis Lloyd BrätschZuvor hatte es laut dem Feuerwehrsprecher auch Probleme bei der Anfahrt der Einsatzkräfte gegeben. Zunächst war in dem eng bebauten Gewerbegebiet offenbar unklar, welches Areal von dem Brand betroffen ist und wie die Feuerwehrkräfte das betroffene Gebiet erreichen können.
Schaulustige bei Brand – Mann in Handschellen abgeführt
Dutzende Neugierige strömten in das betroffene Gebiet, angelockt von der weithin sichtbaren Rauchsäule. Einige von ihnen gaben gegenüber unserer Redaktion an, gezielt zum Ort des Geschehens gefahren zu sein, um das Feuer aus nächster Nähe zu sehen. Laut dem Feuerwehrsprecher hatte es – den bisherigen Informationen zufolge – keine Behinderungen durch Gaffer bei den Löscharbeiten gegeben.

Dutzende Gaffer kamen zum Brandort, filmten und fotografierten an der Einsatzstelle.
Dennis Lloyd BrätschDie Polizei musste mehrfach einschreiten, um unbefugte Personen aus dem Gefahrenbereich zu entfernen. In zwei Fällen wurden besonders hartnäckige Schaulustige in Handschellen abgeführt, da sie sich weigerten, den abgesperrten Bereich zu verlassen. Um die Schaulustigen vom Brandort fernzuhalten, rückten am späten Abend Einsatzkräfte einer Einsatzhundertschaft an.
Landsberger Allee wieder frei – Löscharbeiten dauern an
Auch die stark befahrene Landsberger Allee war bis etwa 5 Uhr zwischen der Rhinstraße in Lichtenberg und der Märkischen Allee in Marzahn vollständig gesperrt. Der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet. Mehrere Firmengebäude in der Umgebung, darunter ein Komplex mit zahlreichen Kunst- und Musikstudios, mussten von der Polizei evakuiert werden.

Eine Luftaufnahme zeigt das Ausmaß des Brandes. Nach Angaben der Feuerwehr sind drei Lagerhallen betroffen.
Oliver Beer„Wir sind jetzt damit beschäftigt, die Ausbreitung weiter zu verhindern. Das hat jetzt Vorrang“, wurde der Feuerwehrsprecher in der Nacht zitiert. Um den Brand zu bekämpfen, wurden auch die hiesigen Holzpalettenstapel mit einem Radlader auseinandergezogen.
Brandursache in Berlin-Marzahn ist noch unklar
Aufgrund der andauernden Löscharbeiten hat die Berliner Feuerwehr mehrere Freiwillige Feuerwehren zur Wachbesetzung alarmiert. Das heißt, die Kameraden besetzen die Fahrzeuge fest und müssen nicht erst von zu Hause aus anrücken, wenn sie alarmiert werden. So soll der Grundschutz in den entblößten Ausrückebereichen der Berufsfeuerwehr sichergestellt werden.
Was zu dem Brand geführt hat, ist bislang noch unklar. Dies ist Teil der polizeilichen Ermittlungen, die im Nachgang stattfinden, teilte der Feuerwehrsprecher vor Ort mit. Wie eine Sprecherin der Polizei Berlin am Montagmorgen bestätigte, werde nun wegen des Verdachts einer vorsätzlichen Brandstiftung ermittelt. Verletzte habe es nicht gegeben, so die Sprecherin
Der Text wird aktualisiert, sobald weitere Informationen vorliegen.








