Brandserie in Berlin-Marzahn: Sieben Brände verursacht? 21-Jähriger vor Gericht

Brandserie in Marzahn: Ein 21-Jähriger muss sich nun vor dem Amtsgericht Tiergarten verantworten. Er steht im Verdacht, sieben Brände in einer Nacht gelegt zu haben. (Symbolbild)
Dennis Lloyd Brätsch- Brandserie in Berlin: 21-Jähriger vor Gericht wegen sieben Bränden in einer Nacht.
- Tatzeit: Nacht des 17. Juni 2023, Autos, Wohnmobile und Geldautomat betroffen.
- Angeklagter soll Sturmfeuerzeug genutzt haben, Prozess am 2. April.
- Unklar, ob Festgenommener von Juni verantwortlich ist.
- Weitere Brände im Bezirk, zuletzt Oktober 2023.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mitten in der Nacht, die Straßen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf sind menschenleer, fährt das Blaulicht unzähliger Feuerwehrwagen durch den Bezirk. Es brennt! Insgesamt siebenmal wurden die Brandbekämpfer in der Nacht zum 17. Juni 2023 wegen eines Brandstifters alarmiert, der auch die Polizei auf Trab hielt. Jetzt muss sich ein 21-Jähriger vor Gericht verantworten.
Dem zur Tatzeit 19 Jahre alten Angeschuldigten wird vorgeworfen, in jener Nacht vorsätzlich diese sieben Brände gelegt zu haben. Dabei soll er ein Sturmfeuerzeug verwendet haben, teilte eine Gerichtssprecherin mit.
Brennende Autos, Wohnmobile und ein Geldautomat
Rückblick: Anwohner der Wuhletalstraße in Marzahn riefen am Samstagmorgen (17. Juni 2023) die Berliner Feuerwehr. Auf einem Parkplatz ging gegen 0.45 Uhr ein geparkter Hyundai in Flammen auf. Noch während die Einsatzkräfte den Brand löschten, brannte der nahe gelegenen Borkheider Straße – nur etwa 300 Meter entfernt – ein Wohnmobil, das beim Eintreffen der Rettungskräfte bereits lichterloh in Flammen stand.

Bereits in der frühen Nacht des 5. Juni waren die Retter im Einsatz. Auch in dieser Nacht hatte es in dem Bezirk sieben Mal gebrannt. Unter anderem sind Lkw-Planen angesteckt worden.
Dennis Lloyd BrätschDie Nacht ging für Brandbekämpfer und Polizei genauso weiter, bis gegen 3.45 Uhr der letzte Brand gelöscht war. Insgesamt fünf brennende Fahrzeuge, zwei in Brand gesetzte Anhänger und ein Feuer an einem Wohnanhänger zählte die Polizei am Ende. In einem Einkaufszentrum an der Wittenberger Straße war auch ein Geldautomat durch Flammen beschädigt worden. Ein Tatverdächtiger sei in der Nacht zwar festgenommen, später jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt worden. „Einsatzkräfte stellten einen 19-Jährigen an einem der Tatorte fest und nahmen seine Personalien auf. Ein dringender Tatverdacht ergab sich nicht“, teilte die Berliner Polizei damals mit.
21-Jähriger wegen Brandstiftungen vor Gericht
Ob es sich dabei um den jungen Mann handelt, der sich nun vor Gericht verantworten muss, ist unklar. Eine Sprecherin der Berliner Strafgerichte wollte sich dazu nicht äußern. Sie bestätigte lediglich, dass es in dem Strafprozess, zu dem am 2. April vor dem Amtsgericht Tiergarten die Anklageschrift verlesen werden soll, um die sieben Brände in der besagten Nacht geht. Auch ob weitere Brände infrage kommen, ließ die Sprecherin mit Verweis auf die anstehende Hauptverhandlung offen.
Bereits am 5. Juni 2023 mussten Feuerwehr und Polizei in Marzahn wegen eines Brandstifters von Feuer zu Feuer eilen. In der Nacht war gegen 22.40 Uhr ein Lkw in der Raoul-Wallenberg-Straße in Brand geraten. In kurzen Abständen rückten die Einsatzkräfte zu sechs weiteren Bränden aus. Ein Hubschrauber suchte erfolglos nach dem Brandstifter. Nach diesen Nächten kam es immer wieder zu vereinzelten Bränden im Bezirk Marzahn, bei denen von Brandstiftung ausgegangen wird. Zuletzt kam es im Oktober 2023 zu einer ähnlichen Brandserie, bei der mehrere Wohnwagen und Pkw in Brand gesetzt wurden.


