Bürgermeisterwahl Fredersdorf-Vogelsdorf 2023: Thomas Krieger fehlen 13 Stimmen zur absoluten Mehrheit

Janina Meyer-Klepsch und Thomas Krieger gehen in die Stichwahl am 8. Oktober.
Jörn SandnerIn der ersten Wahlrunde am Sonntag (24. September) haben die vier Kandidaten die notwendige Mehrheit der Stimmen jeweils verfehlt. Damit gibt es am 8. Oktober eine Stichwahl zwischen Thomas Krieger (CDU) und Janina Meyer-Klepsch. Sie haben am Sonntag die meisten Stimmen erhalten. Das teilte Wahlleiter Henri Wiedmann mit.
Laut des vorläufigen amtlichen Endergebnisses der Bürgermeisterwahl in Fredersdorf-Vogelsdorf hat Amtsinhaber Thomas Krieger am Sonntag das mit Abstand beste Ergebnis der vier Kandidaten erzielt. Er lag lange auf Kurs Wahlsieg.
Krieger verpasst Wahlsieg um Haaresbreite
Am Ende fehlten ihm nur 13 Stimmen zur absoluten Mehrheit. Er vereinte 3461 Stimmen auf sich. Das entspricht einem Stimmanteil von 49,8 Prozent. Damit schaffte er zwar das Quorum von 1840 Stimmen, die 50-Prozent-Marke riss er aber denkbar knapp. Vor acht Jahren hatte er die Wahl überraschend schon im ersten Wahlgang für sich entschieden. „Ich bin begeistert, dass ich trotz des Gegenwinds in der Gemeindevertretung und der teilweise unfairen Angriffe im Wahlkampf so ein gutes Ergebnis erzielen konnte. Jetzt gebe ich mit meinem Team noch einmal zwei Wochen Vollgas“, sagte Krieger am Sonntagabend auf Nachfrage unseres Medienhauses. Angesichts des knappen Ergebnisses will er morgen den Antrag stellen, die Stimmen noch einmal auszuzählen.
Zitterpartie für Meyer-Klepsch
In der Stichwahl trifft der Amtsinhaber, wie von vielen erwartet, auf Janina Meyer-Klepsch. Die von einem breiten Bündnis aus der Gemeinde unterstützte Kandidatin holte mit 1688 Stimmen (24,3 Prozent) das zweitbeste Ergebnis – lag damit aber deutlich hinter Krieger. „Das war eine Zitterpartie. Ich bin froh, dass ich es in die Stichwahl geschafft habe. Dort rechne ich mir gute Chancen aus“, so Meyer-Klepsch.
Falk Wilhelm (1006 Stimmen, 14,5 Prozent) und Stephan Henf (792 Stimmen, 11,4 Prozent) landeten auf den Plätzen drei und vier und sind damit aus dem Rennen. Ihnen waren bereits im Vorfeld der Wahl von Beobachtern nur Außenseiterchancen eingeräumt worden.
Wahlbeteiligung von 57 Prozent
Wahlleiter Wiedmann hatte sich eine hohe Wahlbeteiligung von um die 60 Prozent gewünscht. Dieses Ziel wurde mit 57 Prozent (6996 abgegebene Stimmen) knapp verfehlt. Immerhin gaben diesmal aber deutlich mehr wahlberechtigte Fredersdorfer und Vogelsdorfer ihre Stimme ab als vor acht Jahren. Damals gingen nur etwas mehr als 44 Prozent an die Wahlurnen. „Der Wert diesmal ist natürlich sehr viel besser als 2015. Aber wir haben sicher noch Luft nach oben“, kommentierte Krieger die Wahlbeteiligung.
Der Wahlkampf geht nun für ihn und Meyer-Klepsch in die Verlängerung. Am 8. Oktober steht die Stichwahl auf dem Programm. Die achtjährige Amtsperiode des neuen Bürgermeisters beginnt am 1. Februar 2024.
