Diagnose Leukämie: Nilas (8 Monate) braucht dringend eine Stammzellenspende

Der acht Monate alte Nilas ist an einer besonders schweren Form von Leukämie erkrankt. Nur eine Stammzellenspende kann sein Leben retten. Deswegen bitten seine Eltern Vivian und Johannes S. um rege Teilnahme bei der Suche nach einem geeigneten Spender.
Vivian S.Wenn Nilas über das ganze Gesicht strahlt, vergessen seine Eltern Vivian und Johannes S. für einen Moment die Strapazen der vergangenen Monate. Anfang Juli erhielten sie die erschütternde Diagnose: Ihr damals sechs Monate alter Sohn hat Leukämie. Seitdem hat sich das Leben der jungen Familie komplett verändert.
Es begann ganz unspektakulär. Zu Hause bemerkten die Eltern Anfang Juli vereinzelt blaue Flecken an Nilas Körper. Zunächst dachten sie sich nichts dabei, doch als sich kleine blaue Punkte auf seiner Haut bildeten, suchten sie umgehend ärztlichen Rat. Die Diagnose war niederschmetternd: Bei Nilas wurde eine Hochrisiko-Variante der akuten lymphatischen Leukämie (ALL) festgestellt. Schon bald war klar, dass nur eine Stammzellenspende ihn nachhaltig heilen kann.
„Wir lassen Nilas selbstverständlich nicht allein. Tag und Nacht sind wir an seiner Seite“, sagt Mutter Vivian S.. Seit der Diagnose Anfang Juli wachen seine Eltern an seinem Bett auf der Kinderkrebsstation im Virchow-Klinikum der Charité in Berlin-Wedding. Umgeben von medizinischen Geräten und einem Gewirr aus Kabeln, wird Nilas ununterbrochen überwacht und intensiv behandelt.
Ein genetischer Zwilling ist wie die Nadel im Heuhaufen
„Am Sonnabend war die vorerst letzte Chemotherapie. Jetzt hoffen wir auf positive Ergebnisse“, erzählt Vivian S. Für Nilas steht nun noch eine Immuntherapie an, die mindestens vier Wochen dauern wird. Danach könnte die lebensrettende Stammzelltransplantation erfolgen – vorausgesetzt, es wird ein geeigneter Spender gefunden, ein sogenannter genetischer Zwilling von Nilas. „Die Suche gleicht der nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen“, wissen die Eltern.
Aufgeben ist für sie jedoch keine Option. „Unser größter Wunsch ist es, Weihnachten als Familie zu Hause zu feiern – ganz normal, mit Gans, Geschenken und weihnachtlicher Stimmung. Das wäre das schönste Geschenk für uns“, sagt Vivian S., bevor ihre Stimme bricht. „Dann hätte Nilas fast mehr Zeit im Krankenhaus als außerhalb verbracht.“
Die Angst ist riesig, das müssen die Eltern gar nicht aussprechen. Verzweifelt seien sie im Kampf gegen den Krebs noch nicht, doch sie hätten gemerkt, dass auf Worte oft zu wenige Taten folgten – insbesondere bei der Suche nach einem passenden Stammzellenspender. „Die Anteilnahme ist groß, das spüren wir immer wieder. Wir bekommen viel Trost. Aber es geht um Nilas, ein so junges Leben, das jetzt die passende Stammzellspende braucht. Deshalb bitten wir jeden, dem es möglich ist, sich an den Typisierungsaktionen zu beteiligen“, bittet die Mutter.
Eltern hoffen um rege Teilnahme bei der Typisierung
In den kommenden Wochen finden mehrere Typisierungsaktionen statt, unter anderem in Altlandsberg. Es wird lediglich ein Wangenabstrich benötigt, um die genetischen Gewebemerkmale zu bestimmen. Auch die Stammzellspende ist laut DKMS (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei), die die Registrierung durchführt, unproblematisch, denn sie wird zu 90 Prozent aus der Armvene durch eine Art Blutentnahme gewonnen.
Mehr Informationen sind auf www.dkms.de/nilas zu finden.
Die nächsten Typisierungsaktionen
Sonnabend, 14. September, 10 bis 18 Uhr, beim MTV 1860 Altlandsberg, Sportplatz am Bollensdorfer
Weg 1-4, Altlandsberg
Freitag, 20. September, 13 bis 18 Uhr, in der Cafeteria der Kliniken Beelitz, Standort Beelitz-Heilstätten


