Nachdem ein Mann in einem Hausflur in Hellersdorf am Sonntagmorgen mehrere Schüsse aus einer Schreckschusswaffe auf zwei Männer abgegeben haben soll, die dadurch verletzt wurden, klickten bei ihm die Handschellen. Nach bisherigem Ermittlungsstand soll die Tat gegen 6.25 Uhr in einem mehrgeschossigen Wohnhaus am Ohserring passiert sein. Die beiden Verletzten im Alter von 52 und 28 Jahren erlitten Augen- und Atemwegsreizungen, die sie zunächst ärztlich nicht behandeln lassen wollten, teilte die Polizei am Montag mit.

Mutmaßlicher Schütze setzte sich zur Wehr

Der Mann mit der Waffe verließ anschließend den Ort. Alarmierte Polizeieinsatzkräfte ermittelten die Personalien des Mannes, ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss zur Wohnung des Mannes in der Welsestraße wurde erwirkt und anschließend vollstreckt. Dazu drangen Einsatzkräfte des Spezialeinsatzkommandos in die Wohnung des mutmaßlichen Schützen ein und nahmen ihn fest.

Müncheberg

Bei seiner Festnahme leistete er erheblichen Widerstand und verletzte einen Beamten, der anschließend vom Dienst abtreten musste. Auch der 42-Jährige selbst erlitt bei der Festnahme Verletzungen. Eine Schreckschusswaffe wurde bei der Durchsuchung nicht gefunden, jedoch gefährliche Gegenstände wie eine Softair-Waffe nebst dazugehöriger Munition, ein Messer sowie eine Machete, die allesamt sichergestellt wurden. Auch mutmaßliche Drogen, eine kleine Dose mit weißem Pulver, wurden gefunden und beschlagnahmt.

Mehrere Anzeigen gegen den Tatverdächtigen

Der verletzte Tatverdächtige kam zur ambulanten Behandlung und Blutentnahme in ein Krankenhaus, das er anschließend wieder verlassen konnte. Er muss sich nun unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung mit Waffen, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Verstoßes gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz verantworten.