Seifenkistenrennen in Rehfelde: Gaudi lockt zahlreiche Schaulustige an

Der Minions-Rennwagen der Zwillingsschwestern Greta und Alma war sehr auffällig.
Thomas Berger- Zweites Seifenkistenrennen in Rehfelde zieht viele Zuschauer an – 24 Starter treten an.
- Kinder von 4 bis 13 dominieren, auch zwei Erwachsene dabei – Hans-Joachim (60) holt Platz drei.
- Minions-Seifenkiste der Zwillinge Greta und Alma sorgt für Aufmerksamkeit, gebaut in drei Wochenenden.
- Schnellste Fahrer: Hermann und Hannes (je 10) mit Zeiten um 48 Sekunden; Nele gewinnt Kreativpreis.
- Veranstalter zufrieden: Unterstützung durch 15 Helfer, Erlös für Kita und Cheerleader-WM in Japan.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
An der etwa 260 Meter langen Rennstrecke samt Boxengasse und Fahrerlager herrscht am Sonnabend (19. Juli) schon frühmorgens reger Betrieb. Viele Teilnehmer absolvieren noch einige Probeläufe. Rechtzeitig zum Start des Seifenkistenrennens um 11.30 Uhr findet sich das Publikum, neben Familienangehörigen und Freunden auch eine große Zahl Schaulustiger, am abgesperrten Teilstück der Garzauer Straße im Wald oberhalb des Herrensees ein.
Dass die Straße wegen des Neubaus der S-Bahn-Brücke ohnehin zurzeit gesperrt ist, kommt den Veranstaltern nur recht. „Die Startrampe war zu aufwendig“, macht Jens Volkstedt, Initiator des ersten Rennens vor zwei Jahren und nun auch Veranstalter der zweiten Auflage, auf einen Unterschied zu 2023 aufmerksam.
Diesmal gibt es einen kleinen, ferngesteuerten „Anschubs-Wagen“, der die Seifenkisten mit einheitlicher Geschwindigkeit auf die Strecke schickt. Der Rest ist dann eine Mischung aus Können, Glück und baulichen Aspekten. Manche, etwa Nele (4), die Jüngste im Teilnehmerfeld, brauchen unterwegs noch mal extra Anschubhilfe, um ins Ziel zu kommen.
Zwei Erwachsene unter Startern
Carsten Kopprasch, als früherer Chef der SG Grün-Weiß Rehfelde mit reichlich Moderationserfahrung ausgestattet, führt mit launigen Kommentaren durch diesen speziellen sportlichen Gaudi-Wettstreit. Er sagt nicht nur an, wer gerade Richtung Ziellinie unterwegs ist, sondern teilt auch sein Wissen. So weist er etwa darauf hin, dass dünne Reifen weniger Reibungswiderstand erzeugen als breite.
Die Masse der Starter sind Kinder von fünf bis 13 Jahren. Zum Beispiel Laura (13), die für das Team Speed Busters startet. Und Heiko in seinem weißen Flitzer. Und Ole (8), der mehrere Plüschtiere im Gepäck hat. Und Max (9) in seiner eher „klassischen“ Seifenkiste aus Sperrholzplatten und Brettern.
Manche, etwa Nele (4), die Jüngste im Teilnehmerfeld, brauchen unterwegs extra Anschubhilfe, um ins Ziel zu kommen. Insgesamt 24 Starter kämpfen in mehreren Läufen um die Bestzeit. Auch zwei Erwachsene haben sich eingereiht. Der 47-jährige Heiko ist mit einer Konstruktion aus einem umgestalteten Wassertank unterwegs, der 60-jährige Hans-Joachim fährt einen gelben Rennwagen.
Drei Wochenenden am Minion-Rennwagen gebaut
An drei Wochenenden im April hat die Familie der Zwillingsschwestern Alma und Greta (je 9) ihre Seifenkiste gebaut. Die Idee für das besonders auffällige Minions-Fahrzeug stammt von Greta. Sind die Schwestern mit den Rennen zufrieden?

Hannes im roten Flitzer mit der Startnummer 4 schafft es am Ende auf Platz zwei – der Sieger war nur eine Winzigkeit schneller.
Thomas Berger„Ja!“, kommt es unisono aus beiden Kehlen. Knapp müssen sie sich in der Zuschauerwertung für die schönste Seifenkiste der kleinen Nele und ihrem Gefährt geschlagen geben, für die offenbar eine große Fanschar aus der Kita abgestimmt hat. Beim Rennen sind Hermann (10) in der flotten Biene und Hannes (10) im roten Flitzer mit 48,30 und 48,40 Sekunden die Schnellsten. Rang drei geht an Oldie Hans-Joachim.
Veranstalter Volkstedt freut sich wie seine Mitstreiter, die Teilnehmer und das Publikum nicht nur über das schöne Wetter. Er ist auch dankbar für die etwa 15 Organisationshelfer und weitere Unterstützung. So gibt es neben der Rennstrecke Kaffee und Quarkgebäck vom Förderverein der Kita Fuchsbau. Mitglieder von Grün-Weiß bieten Bratwurst und Getränke an. Der Erlös geht an die eigenen Cheerleader, die im Dezember bei der WM in Japan starten.
Ob das Seifenkistenrennen auch 2026 auf der Garzauer Straße stattfindet, ist noch ungewiss. In der Region Strausberg ist der Wettkampf in Rehfelde der einzige seiner Art, nachdem Neuenhagen diese Tradition vor einigen Jahren eingestellt hat.

