Die Berliner Straße in Strausberg war nach einem Verkehrsunfall mit drei Fahrzeugen über mehrere Stunden gesperrt. Die freiwillige Feuerwehr musste nach dem folgenreichen Zusammenstoß dreier Fahrzeuge anrücken und zwei Personen aus ihren Fahrzeugen befreien. Der Wasserverband Strausberg-Erkner rückte ebenfalls an, da eine mögliche Umweltgefahr bestand.
Am Montagabend (23. Januar) wurde der Rettungsleitstelle in Frankfurt(Oder) gegen 22.35 Uhr ein Verkehrsunfall in Strausberg gemeldet. Auf der Berliner Straße kam es zu einem Zusammenstoß zwischen einem Fiat Transporter und einem Opel Corsa, ein weiteres Fahrzeug wurde dabei in Mitleidenschaft gezogen.
Die Feuerwehr musste den Fahrer mit einem hydraulischen Spreizer aus dem Fahrzeug befreien. Er kam verletzt in ein Krankenhaus.
Die Feuerwehr musste den Fahrer mit einem hydraulischen Spreizer aus dem Fahrzeug befreien. Er kam verletzt in ein Krankenhaus.
© Foto: Dennis Lloyd Brätsch
Den bisherigen Informationen zufolge sollen die beiden Fahrzeuge frontal zusammengekracht sein. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Opel Corsa in das Gleisbett der Straßenbahn geschleudert, der Transporter krachte in ein weiteres Fahrzeug.

Fahrer mussten mit schwerem Gerät befreit werden

Als die ersten Rettungskräfte vor Ort eintrafen, waren zwei Personen in den Fahrzeugen eingeschlossen. Sowohl der Fahrer des schwarzen Transporters, als auch der Fahrer des Opel Corsa mussten deshalb mit hydraulischen Rettungsgeräten aus ihren Fahrzeugen befreit werden, teilt Jahr Matter, Einsatzleiter der freiwilligen Feuerwehr Strausberg, vor Ort mit. Eingeklemmt waren die Personen nicht, sodass die Rettung zügig durchgeführt werden konnte.

Drei Personen mussten in Krankenhäuser transportiert werden

Notfallsanitäter und ein Notarzt behandelten die Fahrzeugführer der beiden Fahrzeuge anschließend, bevor sie in umliegende Krankenhäuser transportiert wurden. Den Angaben der Polizei zur Folge, sollen die beiden Fahrzeugführer nur leichte Verletzungen davongetragen haben.
Der Opel Corsa ist in das Straßenbahngleis geschleudert worden. Der Fahrer musste von der Feuerwehr befreit werden.
Der Opel Corsa ist in das Straßenbahngleis geschleudert worden. Der Fahrer musste von der Feuerwehr befreit werden.
© Foto: Dennis Lloyd Brätsch
Der Fahrer des dritten Fahrzeuges blieb unverletzt, soll jedoch unter Schock gestanden haben, weshalb dieser ebenfalls in ein Krankenhaus transportiert wurde, so Matter.

WSE wegen möglicher Umweltgefahr angefordert

Durch den Aufprall sind diverse Betriebsstoffe ausgelaufen. Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten diese zum größten Teil mit Ölbindemittel aufnehmen. Da jedoch auch Kraftstoff durch einen Kanaldeckel gelangte, musste der Wasserverband Strausberg-Erkner angefordert werden.
Der Fiat Ducato ist bei dem Unfall stark beschädigt worden. Kraftstoffe mussten von Einsatzkräften der Feuerwehr abgebunden werden.
Der Fiat Ducato ist bei dem Unfall stark beschädigt worden. Kraftstoffe mussten von Einsatzkräften der Feuerwehr abgebunden werden.
© Foto: Dennis Lloyd Brätsch
Laut Jahr Matter bestand dadurch eine Gefahr für die Umwelt. Der Wasserverband müsse deshalb Maßnahmen einleiten, um die Kraftstoffe aus dem Kanal zu entfernen. Zunächst war man davon ausgegangen, dass es sich um einen Abwasserkanal handelt. Wie der Wasserverband Strausberg-Erkner auf Nachfrage mitteilte, handelt es sich dabei jedoch nicht um ein Abwasserkanal, sondern ein Regenwasserabfluss der Stadt Strausberg. Der WSE sei deshalb nicht zuständig.
Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr Strausberg begutachten mehrere Abwasserschächte. Auslaufende Kraftstoffe gelangten in das Abwasser. Nun muss sich der Wasserverband Strausberg-Erkner um die Umweltgefahr kümmern.
Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr Strausberg begutachten mehrere Abwasserschächte. Auslaufende Kraftstoffe gelangten in das Abwasser. Nun muss sich der Wasserverband Strausberg-Erkner um die Umweltgefahr kümmern.
© Foto: Dennis Lloyd Brätsch
Ermittler der Polizeidirektion Ost müssen nun ermitteln, wie es zu diesem Unfall kam. Die Berliner Straße war auf Höhe der Schillerstraße für rund drei Stunden voll gesperrt.