Wer wir sein könnten: Grünen-Chef Robert Habeck liest in Hoppegarten

Kommt nach Hoppegarten: Robert Habeck stellt sein neues Buch "Wer wir sein könnten" vor.
Christian Clavadetscher/dpaDer Grund dafür ist der prominente Gast bei der 24. Veranstaltung der Reihe „Einfach lesen!“. Robert Habeck kommt dabei nicht als Grünen-Chef, sondern als Autor, um sein aktuelles Buch „Wer wir sein könnten“ vorzustellen. Das ist inzwischen in sechster Auflage bei Kiepenheuer & Witsch erschienen. „Bindende Platzreservierungen können von uns nicht mehr angenommen werden, also heißt es möglichst rechtzeitig kommen, um bei dieser außergewöhnlichen Veranstaltung dabei zu sein“, sagt Gabriele Stolze von der Gruppe mach art im Hönower Bürger-Verein, von der diese Lesungen seit der Premiere im Januar 2014 organisiert werden.
Klug und unterhaltend
Das Thema ist interessant und zugleich eine Herausforderung. Mit viel Leidenschaft und anschaulich erinnert Habeck daran, dass die Frage, wie wir sprechen, entscheidend ist für die Gestaltungskraft unserer Demokratie. „Sprache schafft die Welt. Sie ist nie nur Abbildung von ihr, sondern bringt sie immer auch hervor. Das gilt grundsätzlich“, sagt der Autor, für den in der Politik die Sprache das eigentliche Handeln ist. Und so ist dieses kluge wie unterhaltsame Buch des promovierten Philosophen, das Mut macht, sich einzumischen und für die Demokratie einzustehen, an diesem Abend gleichermaßen eine Einladung zum Gespräch darüber, wer wir sein wollen.
Was den Schriftsteller Robert Habeck angeht, so hat er gemeinsam mit seiner Frau Andrea Paluch seit 1999 freiberuflich in doppelter Autorenschaft gearbeitet. Und das war seinerzeit eine bewusste Entscheidung für einen gemeinsamen Lebensentwurf. 2001 erschien übrigens ihr vielbeachteter erster Roman „Hauke Haiens Tod“ als Herbstnovität, der eine Fortsetzung von Theodor Storms Novelle „Der Schimmelreiter“ ist.
Beginn ist um 20 Uhr, der Eintritt frei.