Bahn in Brandenburg: Weitere Millionen für Wasserstoffausbau der Heidekrautbahn

Ein Zug mit Wasserstoffantrieb der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) ist auf der Linie der Heidekrautbahn am Bahnhof in Basdorf angekommen. Der Wirtschaftsminister von Brandenburg, Keller (SPD), übergab Fördermittelbescheide für das Pilotprojekt Wasserstoff Barnim (H2BAR).
Patrick Pleul/dpa- Brandenburg investiert 2,3 Mio. Euro in Wasserstoff-Ausbau der Heidekrautbahn.
- Projektkosten steigen durch globale Krisen und Lieferengpässe.
- NEB setzt Wasserstoffzüge auf Heidekrautbahn-Strecke ein.
- Barnim plant Wasserstoffbetrieb für Busse und Müllfahrzeuge.
- Projektkosten für Wasserstoff-Umrüstung bei 116 Mio. Euro.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Land Brandenburg schießt zum Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur rund um die Heidekrautbahn weitere Millionen nach. Die Umsetzung des Vorhabens werde mit zusätzlichen 2,3 Millionen Euro unterstützt, hieß es in einer Mitteilung des Wirtschaftsministeriums. Die zusätzliche Unterstützung wurde demnach nötig, da globalen Krisen und Lieferengpässe die Kosten für das Projekt verteuerten.
Die Züge der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) wurden auf der Strecke der Heidekrautbahn auf wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen-Triebzüge umgestellt. Der Landkreises Barnim will zudem Busse und Müllfahrzeuge sukzessive auf Wasserstoffbetrieb umstellen. Dafür ist unter anderem eine Tankinfrastruktur nötig, die weiter errichtet wird.
Infrastruktur weist noch Lücken auf
Die Gesamtinvestitionen für die Wasserstoff-Umrüstung belaufen sich nach Angaben des Wirtschaftsministeriums auf rund 116 Millionen Euro. „Mit der Erweiterung des Zuwendungsbescheids und der damit verbundenen Mittelerhöhung kann die NEB die notwendigen Voraussetzungen für den Betrieb ihrer Wasserstoffzüge schaffen. Vor allem der Umbau des Betriebsgeländes in Basdorf ist für die Wartung und Instandhaltung der neuen Wasserstofffahrzeuge enorm wichtig“, sagte Sven Tombrink, Prokurist der Niederbarnimer Eisenbahn AG.
Reaktivierung der Heidekrautbahn
Die Bahnverbindung im Norden von Berlin war durch den Mauerbau 1961 unterbrochen worden. Die Reaktivierung der Heidekrautbahn ist Teil des Investitionsprogramms i2030 für den Schienenausbau in der Hauptstadtregion. Vom Bahnhof Wilhelmsruh soll die Heidekrautbahn in Zukunft auch an den Bahnhof Gesundbrunnen angebunden werden. Beim Spatenstich war noch das Ziel genannt worden, dass 2023 wieder Züge auf der Strecke fahren.
