Bahnstreik der GDL: Lokführergewerkschaft kündigt nächsten Streik an

Die Lokführergewerkschaft GDL hat einen weiteren Streik im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn angekündigt. (Symbolbild)
Robert Michael/dpaReisenden steht in Deutschland eine stressige Woche bevor. Im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn hat die Gewerkschaft GDL zu einem 35–stündigen Streik aufgerufen. Im Personenverkehr werde er am Donnerstag (7. März) um 2.00 Uhr beginnen, sagte GDL–Chef Claus Weselsky am Montag (4. März).
Das Flugzeug dürfte in vielen Fällen keine Alternative sein: Für Donnerstag und Freitag ruft die Gewerkschaft Verdi zu einem Warnstreik bei der Lufthansa auf.
Im Güterverkehr der Bahn soll der Ausstand bereits am Mittwoch um 18.00 Uhr beginnen. Außerdem will die GDL künftige Streiks nicht mehr mit einem 48–stündigen Vorlauf ankündigen, betonte Weselsky. „Wir beginnen sogenannte Wellenstreiks“, sagte er. „Damit ist die Eisenbahn kein zuverlässiges Verkehrsmittel mehr.“
Streik bei der Bahn wird 35 Stunden lang sein
Es ist der fünfte Arbeitskampf im seit Monaten andauernden Tarifkonflikt. Die jüngste Verhandlungsrunde hatte die Gewerkschaft am Donnerstag nach rund vier Wochen abgebrochen. Bis einschließlich Sonntag galt dabei eine selbst auferlegte Friedenspflicht. „Dieser Streik wird insgesamt 35 Stunden lang sein. 35 Stunden deshalb, damit jeder in der Republik merkt, worum es uns geht: nämlich um die 35–Stunden–Woche“, sagte Weselsky.
Kurz zuvor hatte Verdi zu Warnstreiks bei der Lufthansa aufgerufen. Das gesamte Bodenpersonal soll am Donnerstag und Freitag die Arbeit niederlegen. Der Ausstand soll am Donnerstag um 4.00 Uhr beginnen und am Samstag um 7.10 Uhr enden. Damit wird es auch im Luftverkehr zu erheblichen Einschränkungen kommen.
GDL fordert Absenkung der Arbeitszeit
Seit Monaten ringen GDL und Bahn um einen neuen Tarifvertrag. Knackpunkt ist die Forderung der Gewerkschaft nach einer Absenkung der Wochenarbeitszeit von 38 auf 35 Stunden für Schichtarbeiter ohne finanzielle Einbußen. Die GDL erklärte bereits im November 2023 eine erste Verhandlungsphase für gescheitert und rief daraufhin nach einer Urabstimmung zu zwei längeren Streiks auf. Zwei eintägige Warnstreiks hatte es zuvor schon gegeben.
Den jüngsten Arbeitskampf beendete die GDL überraschend vorzeitig und kam mit der Bahn Anfang Februar 2024 zu erneuten Verhandlungen hinter verschlossenen Türen zusammen. Vier Wochen lang wurde auch mit externen Vermittlern — dem ehemaligen Bundesinnenminister Thomas de Maizière und dem schleswig–holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther — verhandelt. An die Öffentlichkeit drang in dieser Zeit nichts.


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Deutsche Bahn – warum alle mal Danke sagen sollten
Die Deutsche Bahn steht oft zu Recht in der Kritik. Im Moment gebührt dem Konzern hingegen der Dank von Kunden und Konkurrenz. Für ihre Standhaftigkeit gegenüber der GDL – auch bei Streik.