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: SPD und CDU kippen Pflicht zu Solardächern

SPD und CDU haben sich in Brandenburg darauf verständigt, die Solar-Dach-Pflicht zu kippen. Ist die Regelung für die neue Bauordnung Bürokratieabbau oder Kulturkampf gegen Klimapolitik?
Von
Ulrich Thiessen
Potsdam
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23.08.2023, Sachsen, Köhra: Greg King und Maik Schedletzky (l-r) der Leipziger Solargesellschaft mbH tragen ein Solarmodul auf dem Dach der Frische GmbH Köhra. Mit der Solaranlage auf dem Dach und Solarmodulen an der 50 Meter langen und 11 Meter hohen Fassade hinter einem Tiefkühllager erhofft sich das Unternehmen mit der damit verbundenen Beschattung der Südseite neben der Stromerzeugung weniger Wärmeübertragung in die Hallen und Energieeinsparung für die Kälteerzeugung.  Die notwendigen Energiekosten für die Kälteanlagen des Tiefkühllagers mit Minus 24 Grad und der Kühlhalle mit Temperaturen von vier bis zehn Grad für die Kommisionierung von Frischeerzeugnissen soll bei den Energiekosten um bis zu 10 Prozent gesenkt werden. Im ersten Halbjahr 2023 sind in Sachsen mehr Photovoltaikanlagen errichtet worden, als im gesamten Vorjahr. Wie aus Zahlen des Branchenportals für die Solarenergie hervorgeht, wurden von Januar bis Juli mehr als 22 000 Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 265,2 Megawatt installiert. Im gesamten Vorjahr waren es demnach fast 15 500 Anlagen mit 244,6 Megawatt. Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa/ZB - Honorarfrei nur für Bezieher des Dienstes ZB-Funkregio Ost +++ ZB-FUNKREGIO OST +++

Solardächer auf neuen Wirtschaftsgebäuden sind im Land Brandenburg noch Pflicht. Das soll sich nun ändern.

Waltraud Grubitzsch/dpa