Berlin-Marathon 2023: Letzte Generation will Sportveranstaltung stören – Tipp von Polizei

Klimaprotest beim Berlin-Marathon 2023 geplant: Die Letzte Generation hat das nun angekündigt. Ob die Polizei im Vorfeld verhindern kann, dass sich Menschen auf die Straße kleben, um die Strecke zu blockieren, ist unklar.
Sven Hoppe/dpaDie Klimaschutzgruppe Letzte Generation will beim Berlin-Marathon am Wochenende (24. September) in Aktion treten. „Weil darüber scheinbar Unklarheit herrscht: Ja, wir unterbrechen den Berlin-Marathon. Vor der Klimakatastrophe können wir nicht davonrennen“, schrieb die Gruppe am Freitagmorgen (22. September) in einer sehr knappen Pressemitteilung. Weitere Angaben dazu gab es nicht, auch auf Nachfragen gab es zunächst keine Antwort.
Anfang der Woche hatte die Letzte Generation offengelassen, ob sie nach ihren jüngsten Blockaden in Berlin auch bei Veranstaltungen rings um den Marathon protestieren wolle. Dazu könne man zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Angaben machen, hieß es. Das Ziel der beiden Marathons der Skater am Samstag und der Läufer am Sonntag befindet sich in unmittelbarer Nähe des Brandenburger Tors, das Mitglieder der Gruppe am Sonntag mit oranger Farbe besprüht hatten.
Die Berliner Polizei hatte am Donnerstag ein Verbot von Protestaktionen beim Marathon angekündigt. Regelungen dazu sollten am Freitag veröffentlicht werden. „Verstöße gegen diese Allgemeinverfügung werden geahndet und sind mit einem hohen Bußgeld belegt“, hieß es.
Kompletter Schutz der Strecke in Berlin schwierig
Zugleich teilte die Polizei mit: „Derzeit gibt es keine Erkenntnisse, dass die Letzte Generation beabsichtigt, im Zusammenhang mit dem Berlin-Marathon Blockadeaktionen oder ähnliche Aktionen durchzuführen.“ Ein kompletter Schutz der Strecke sei aber sehr schwierig. Angesichts der Größe der Veranstaltung sei es so gut wie unmöglich, die Strecke des Marathons so zu schützen, dass Blockadeaktionen oder sonstige Störungen ganz ausgeschlossen werden könnten, hieß es.
Rund 650 Polizistinnen und Polizisten sollen nach bisheriger Planung der Polizei an diesem Sonntag bei dem Marathon mit fast 50.000 Teilnehmern zur Verkehrslenkung und Absicherung im Einsatz sein. Am Samstag werden es 500 Polizisten sein.
Hinweis zu Störungen beim Marathon in Berlin von der Polizei
Im Fall von Störaktionen beim Marathon sollen Zuschauer laut Polizei keinesfalls selbst eingreifen. „Sollte es zu Störungen im Bereich der Wegstrecke kommen, bitte informieren Sie uns und warten Sie dann auf unsere Einsatzkräfte“, appellierte die Behörde am Samstagmorgen auf der Plattform X, vormals Twitter. „Greifen Sie nicht selbst ein, machen Sie sich nicht selbst strafbar.“ Die Polizei wies zudem auf erhebliche Verkehrsbeeinträchtigung durch die Großveranstaltung hin. Sie empfiehlt die Nutzung von Bussen und Bahnen.
