Berlin-Marathon 2023: Weltrekord, Ergebnisse – das sind die Sieger bei den Frauen und Männern

Berlin-Marathon 2023: Siegerin Tigst Assefa (l) aus Äthiopien steht lachend neben dem Sieger Eliud Kipchoge aus Kenia bei der Siegerehrung.
Andreas Gora/dpaUPDATE. Die Äthiopierin Tigist Assefa hat beim Berlin-Marathon sogar Superstar Eluid Kipchoge in den Schatten gestellt. In 2:11:53 Stunden pulverisierte sie den Weltrekord.
Die Ergebnisse:
Frauen
1. Tigist Assefa (Äthiopien) 2:11:53 Std.; 2. Sheila Chepkirui (Kenia) 2:17:49; 3. Magdalena Shauri (Tansania) 2:18:41; 4. Zeineba Yimer (Äthiopien) 2:19:07; 5. Senbere Teferi (Äthiopien) 2:19:21; 6. Dera Dida (Äthiopien) 2:19:24; 7. Workenesh Edesa (Äthiopien) 2:19:40; 8. Helen Bekele (Äthiopien) 2:19:44; 9. Charlotte Purdue (Großbritannien) 2:22:17; 10. Fikrte Wereta (Äthiopien) 2:23:01
Männer
1. Eliud Kipchoge (Kenia) 2:02:42 Std.; 2. Vincent Kipkemoi (Kenia) 2:03:13; 3. Bikila Tadese Takele (Äthiopien) 2:03:24; 4. Ronald Korir (Kenia) 2:04:22; 5. Haftu Teklu (Äthiopien) 2:04:42; 6. Andualem Belay Shiferaw (Äthiopien) 2:04:44; 7. Amos Kipruto (Kenia) 2:04:49; 8. Philemon Kiplimo (Kenia) 2:04:56; 9. Amanal Petros (Bochum) 2:04:58; 10. Bonface Kimutai Kiplimo (Kenia) 2:05:05
Stand 23. September: Unter dem Motto #runforfun und #berlinlegend findest am Sonntag, 24. September 2023, der Berlin-Marathon statt. Rund 45.000 Läuferinnen und Läuver wurden erwartet.
Wann findet der Berlin-Marathon 2023 statt und was muss man über den Start, die Strecke, die Sperrungen und das ganze Drum und Dran wissen?
Wie wird das Wetter zum Berlin-Marathon 2023?
Berlin-Marathon 2023: Termin, Start, Teilnahme, Strecke, Sperrung und TV-Übertragung
Termin: Am 24. September 2023 findet der Berlin-Marathon statt.
Start: Der Start des Berlin-Marathons befindet sich auf der Straße des 17. Juni, zwischen Brandenburger Tor und „Kleiner Stern“. Am Sonntag, 24. September 2023, gibt es folgende Startzeiten für den Marathon.
Die Teilnehmer starten in vier Startblöcken, die sich nach der jeweiligen Best-Laufzeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer richtet.
Strecke: Die Strecker der Läufer führt von der Straße des 17. Juni unter anderem am Ernst-Reuther-Platz in Charlottenburg, über die Spree, an der Hasenheide in Neukölln, über den Innsbrucker Platz in Wilmersdorf, über den Hohenzollerndamm und über den Potsdamer Platz zurück zum Brandenburger Tor. Eine Karte mit der Strecke für Läufer und abweichender Strecke für Skater gibt es als Download am Ende dieser Seite.
Teilnahmebedingungen: Teilnahme-Tickets kosten 163,00 Euro pro Person für Läufer, Rollstuhlfahrer und Handbiker.
Die Strecke muss innerhalb von 6:15 Stunden (ab Überqueren der Startlinie) absolviert werden. Walker sind zugelassen, solange sie im Zeitlimit von 6:15 Stunden bleiben. Nordic Walker sind nicht zugelassen. Rennrollstühle und Handbikes sind die einzigen zugelassenen Sportgeräte.
Sperrungen: Die Strecke der Skater am Samstag wird ab 13:30 Uhr komplett für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Am Sonntag finden die Sperrungen ab 07:30 Uhr am Morgen statt. Entlang der Strecke gibt es Halteverbote. Mit kurzfristigen Änderungen muss gerechnet werden. Eine Karte mit allen Sperrungen entlang der Strecke sowie Informationen für Anwohner, Besucher und Teilnehmer gibt es auf der Webseite des Berlin-Marathons.
TV-Übertragung: Der Berlin-Marathon 2023 wird im Fernsehen übertragen. In Deutschland überträgt Eurosport, in Österreich ORF und in Polen Polsat. Eine komplette Liste der Länder und TV-Sender, die den Marathon übertragen, gibt es als Download am Ende dieser Seite.
Wetter zum Berlin-Marathon 2023
Am Sonntag, 24. September 2023, wird es in Berlin meist heiter, teils auch wolkig. Das sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) voraus. Es soll trocken bleiben, mit schwachem Wind. Temperaturen werden auf 19 bis 21 Grad steigen. Abends und nachts wird es klar, mit schwachem Wind. Erwartet werden Tiefstwerte zwischen 9 und 5 Grad.
Ergebnisse des Berlin-Marathons 2022
Marathon-Olympiasieger Eliud Kipchoge ist in Berlin 2022 zu seinem nächsten Weltrekord gestürmt. Der 37-jährige Kenianer lief die 42,195 Kilometer beim Berlin-Marathon 2022 in 2:01:09 Stunden, für die bisherige Bestmarke hatte Kipchoge 2018 an gleicher Stelle in 2:01:39 Stunden gesorgt. Zunächst sah es sogar so aus, als könnte er als Erster in einem offiziellen Rennen die Zwei-Stunden-Marke unterbieten.
In der drittbesten je gelaufenen Frauen-Zeit siegte die Äthiopierin Tigist Assefa. Die 28-Jährige steigerte den Streckenrekord auf 2:15:37 Stunden. Schneller waren nur die Kenianerin Brigid Kosgei, die vor knapp vier Jahren in Chicago den Weltrekord auf 2:14:04 Stunden schraubte, sowie die Britin Paula Radcliffe. Sie hatte 2003 in London in 2:15:25 Stunden die vorherige Bestmarke aufgestellt.
Bester Deutscher war als Elfter Haftom Welday. Der gerade eingebürgerte Hamburger, der aus der äthiopischen Krisenregion Tigray floh, lief in 2:09:06 Stunden persönliche Bestzeit. „Es hat alles wunderbar geklappt, wie ich mir das vorgestellt habe“, sagte Welday, dessen Ziel die Olympia-Teilnahme 2024 in Paris ist. Für Europameister Richard Ringer kam ein Start nur sechs Wochen nach seinem sensationellen EM-Triumph von München 2022 nicht infrage.
Klimaaktivisten kündigen Störungen und Unterbrechungen an
Aktivisten der Klimaschutzgruppe Letzte Generation sind laut Polizei mehrfach mit Störversuchen beim Berlin-Marathon gescheitert. Nach dem Vorfall kurz vor Beginn des Laufs am Sonntagmorgen hätten Einsatzkräfte noch weitere Aktionen verhindert, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntagnachmittag. 28 Menschen in Zusammenhang mit der Letzten Generation wurden demnach vorläufig festgenommen. Ein Teil von ihnen sei nach einer Aufnahme der Personalien bereits wieder auf freiem Fuß. Ob die Polizei weitere Beschuldigte im Anschluss in Gewahrsam nimmt, war zunächst offen.
Kurz vor dem Start des Marathons am Morgen waren laut Polizei acht Aktivisten von zwei Seiten auf die Strecke auf der Straße des 17. Juni gelangt. Sie verschütteten orange Farbe und hatten Banner der Gruppe Letzte Generation dabei. Einsatzkräfte schritten demnach ein, bevor sich die Aktivisten ankleben konnten. Auf der Straße blieben Farbkleckse zurück. Die weiteren Störversuche sollen sich laut Polizei an verschiedenen Orten entlang der Strecke ereignet haben. Die Beschuldigten seien etwa bei vorbereitenden Handlungen beobachtet worden und Einsatzkräfte unmittelbar eingeschritten, sagte die Sprecherin.
„Wir tun das, weil wir in einer Notlage sind. In existenzieller Gefahr!“, schrieb die Letzte Generation auf der Plattform X, früher Twitter, zu der Aktion. „Übrigens: Uns tut es genauso leid, den Alltag eines Handwerkers zu unterbrechen wie den langersehnten Wettbewerb einer Läuferin.“ Die Gruppe forderte erneut, dass Deutschland ab 2030 auf fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl und Erdgas verzichtet. Die Bundesregierung peilt das Jahr 2045 für eine klimaneutrale Wirtschaft an.
Die Gruppe hatte angekündigt, den Marathon unterbrechen zu wollen. Mitglieder der Gruppe protestierten die gesamte Woche über mit Aktionen in Berlin. Bereits am Samstag hatten Aktivisten eine Kreuzung in der Nähe des kleineren Skater-Marathons besetzt. Einsatzkräfte trugen sie weg.
Um schneller einschreiten zu können, erließ die Polizei bereits vor zwei Wochen ein Verbot nicht angemeldeter Demonstrationen der Letzten Generation im Gebiet des Marathons. Es gilt seit Samstagvormittag und bis Sonntag um Mitternacht. Zu möglichen nun fälligen Strafen sagte die Polizeisprecherin: „Grundsätzlich müsste es so sein, dass alle, die gegen die Allgemeinverfügung verstoßen haben, ein Ordnungsgeld bekommen in Höhe von 2000 Euro.“ Das sei aber noch ein Verwaltungsakt.


