Bildung: Petition für kostenlose Kindergärten

Danilo Fischbach
Martin RiskenInnerhalb von drei Monaten wolle man mindestens 10 000 Unterschriften sammeln, sagte Danilo Fischbach, einer der Initiatoren, am Freitag. Ziel sei es, den Druck auf den am 1. September neu zu wählenden Landtag zu erhöhen. Nach langem Herumdoktern am Kita-Gesetz sei das Dekret ein Flickenteppich und müsse endlich grundlegend reformiert werden, betonte Fischbach. Kita-Träger, Erzieher und Eltern seien gleichermaßen höchst unzufrieden mit der Situation.
Mit ihrer Petition „Worauf warten? Mehr Qualität und Beitragsfreiheit – jetzt!“ verbinden die Eltern fünf Forderungen. An erster Stelle steht demnach die komplette Beitragsfreiheit für Kita und Hort. Außerdem soll der Personalschlüssel den tatsächlichen Betreuungsbedarfen angepasst werden. Die Ausbildungskapazitäten für Erzieherinnen und Erzieher sollen nach dem Willen der Eltern erweitert werden. Es möge zudem Schluss sein damit, dass Azubis ihr Schulgeld teilweise selbst bezahlen müssen. Auch solle die Ausbildung endlich vergütet werden. Die Kita-Finanzierung soll künftig klar und transparent geregelt sein. Konfliktträchtige Auslegungsspielräume etwa für die Kommunen müssten beseitigt werden. Außerdem fordern die Eltern einen Rechtsanspruch auf wohnortnahe Kita-Betreuung.
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