Brücke in Spandau: Abriss beschlossen – so geht es mit den Holzbrücken weiter

Die Holzbrücke im Spandauer Südpark steht vor dem Abriss.
Tanja Römischer- Abriss und Neubau von drei alten Holzbrücken in Spandau beschlossen.
- Bauarbeiten beginnen 2025, Fertigstellung bis 2026.
- Umwege für Fußgänger und Radfahrer während der Bauzeit.
- Neue Brücken aus Holz, Stahl und Granit; Kosten: 1,85 Millionen Euro.
- Naturschutzmaßnahmen und Neubepflanzung nach Bauende geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Holzbrücken im Falkenhagener Feld und in Wilhelmstadt sind in die Jahre gekommen. Die Feuchtigkeit, der sie stetig ausgesetzt sind, hat ihnen arg zugesetzt. Eine Instandsetzung der Bauwerke ist aus Sicht der Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt unmöglich. Folge: Abriss und Neubau.
Betroffen sind der Spektegrabensteg, der Steg über die Spektelake sowie die Südparkbrücke. Die älteste Holzbrücke davon, der Spektegrabensteg, hat immerhin schon 45 Jahre auf dem Buckel.
Brücken in Spandau – Zeitplan für Bauarbeiten
Radfahrer und Fußgänger müssen sich, wenn die Bauarbeiten erst einmal beginnen, auf längere Wege einstellen. Der Senat spricht von „alternativen Wegverbindungen innerhalb der Grünanlagen beziehungsweise angrenzend an die Grünanlagen“.
Die Ausschreibung für die Erneuerung der zwei Brücken im Spektegrünzug und der Brücke im Südpark läuft. Wie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klima und Umweltschutz auf Nachfrage mitteilte, sind erste umweltbaubegleitende Maßnahmen bereits erfolgt. 2025 sollen die eigentlichen Arbeiten beginnen. Die Fertigstellung der Brücken ist für 2026 vorgesehen.
Allein die Vorbereitungen sind laut Ausschreibung umfassend. Da die Arbeiten im zum Teil dicht bewachsenen Uferbereich stattfinden, müssten dort zunächst Bäume und Sträucher entfernt werden, hieß es. Für geschützte Amphibien, wie beispielsweise Frösche und Molche, werden Schutzzäune aufgestellt.
Nach Abschluss der Arbeiten soll die Vegetation den Angaben zufolge wiederhergestellt werden. In die Ausschreibung wurde deshalb auch die Neubepflanzung des Böschungs- und Uferbereichs aufgenommen.
Brücken in Spandau sollen sich in Parks einfügen
Die neuen Brücken in Spandau sollen gut in die natürliche Umgebung passen. Deshalb ist es für die Planer naheliegend, erneut auf den Werkstoff Holz zurückzugreifen. Ein weiterer Grund ist dessen Nachhaltigkeit. Das Holz bildet die Unterkonstruktion und wird „konstruktiv“, also baulich, vor der Witterung geschützt. Verwendet werden sollen außerdem Stahl und Granitplatten. Der Senat rechnet mit Gesamtkosten in Höhe von 1,85 Millionen Euro.
Der Spektegrünzug zieht sich vom westlichen Rand des Falkenhagener Feldes bis zum Rathaus Spandau. Er ist ab 1974 entlang des Bachs Spekte entstanden. Die geologische Beschaffenheit des Gebietes ließ eine Bebauung nur an den äußeren Bereichen zu.
Der Südpark ist unter anderem über die Pichelsdorfer Straße, Ecke Heerstraße erreichbar. Bänke und Tische laden zum Verweilen ein. Der Park ist bekannt für seinen idyllischen See und seine Freizeitsportanlage. Auf der anderen Seite der Heerstraße liegt die Havelbucht Scharfe Lanke mit Ruder- und Angelmöglichkeiten.
