Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus werden Kontakte im privaten und öffentlichen Leben weiter eingeschränkt. Spätestens vom 28. Dezember an bleiben überall in Deutschland Diskotheken geschlossen, überregionale Großveranstaltungen finden vor leeren Rängen statt, haben Bund und Länder vereinbart. Bei privaten Treffen soll generell eine Obergrenze von zehn Personen gelten - auch für Geimpfte und Genesene. Ausgenommen sind Kinder unter 14 Jahren.
  • Welche Corona-Maßnahmen wurden bei der Bund-Länder-Runde am 21. Dezember besprochen?
  • Was sind die Corona-Regeln für Weihnachten in Brandenburg?
  • Was gilt für Geimpfte und Ungeimpfte?

Lockdown vor Weihnachten 2021? Beschlüsse der MPK am Dienstag

Angesichts der Ausbreitung der Omikron-Variante machen sich Experten zunehmend Sorgen, dass Deutschland bald von der fünften Corona-Welle überrollt wird. Deutschlands Nachbarländer Dänemark und die Niederlande mussten wegen der Variante schon harte Lockdown-Maßnahmen beschließen. Am Dienstag, 20. Dezember haben sich die Ministerpräsidenten zusammen mit Bundeskanzler Olaf Scholz auf neue Maßnahmen verständigt. Dabei ging es um Corona-Regeln nach Weihnachten und für Anfang Januar. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte schon vorab einen Lockdown vor Weihnachten ausgeschlossen.

Corona-Regeln in Brandenburg: Was gilt über Weihnachten?

In Brandenburg gelten folgende sCorona-Regeln über die Feiertage. Vor allem für Ungeimpfte wird das Weihnachtsfest durch Beschränkungen beeinflusst. Folgende Maßnahmen gelten:
  • Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte: Ungeimpfte dürfen sich nur mit dem eigenen Haushalt und maximal zwei weiteren Personen eines anderen Haushalts treffen. Nach Weihnachten, ab dem 27.12., gilt: Höchsten zehn Menschen bei privaten Treffen können zusammenkommen, egal ob geimpft oder ungeimpft
  • Geimpfte und Genesene dürfen in geschlossenen Räumen maximal mit 50 Personen zusammenkommen, draußen dürfen es maximal 200 sein
  • Für Versammlungen und Großveranstaltungen gilt eine Obergrenze von 1000 Personen.
  • Es gilt in der Gastronomie 2G. Ausgenommen sind Kinder bis 14 Jahren, ungeimpfte Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren brauchen einen negativen Test.
  • In Hotels und anderen Unterkünften gilt 2G.
  • In Hotspot-Regionen, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz über 750 liegt, gilt eine nächtliche Ausgangssperre für Ungeimpfte zwischen 22 und 5 Uhr.
  • Für Gottesdienste müssen Kontaktdaten erfasst werden, es gilt eine Maskenpflicht wenn Abstände nicht eingehalten werden können.
Ab dem 27. Dezember wurden die Corona-Regeln für Brandenburg noch einmal verschärft. Was dann gilt, lesen Sie in diesem Beitrag:

Bändchen-Regel beim Einkaufen

Die Einführung von Bändchen zur Kontrolle von Impf- oder Testnachweisen in Einkaufszentren und Kaufhäusern ist in Brandenburg nun rechtlich geregelt. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) sagte am Donnerstag im Gesundheitsausschuss des Landtags, die sogenannte Bändchenregelung werde in der neuen Corona-Verordnung aufgeführt und damit auf eine sichere Rechtsgrundlage gestellt. Bisher musste jeder Betreiber dem Ministerium zufolge selbst kontrollieren, ob es einen Impf- oder Testnachweis gibt. Der Einzelhandel hat beispielsweise in größeren Einkaufszentren die Bändchen eingeführt.

Corona in Brandenburg: So ist die Lage an Weihnachten

In Brandenburg bleiben die Corona-Zahlen hoch, auch Hospitalisierungsinzidenz und Intensivbettenbelegung sind besorgniserregend. Am 25. Dezember meldete Brandenburg:
  • 7-Tage-Inzidenz: 451
  • 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz: 6,9 (Stand 23.12.)
Die höchste Inzidenz hat Cottbus (1026,4), die niedrigste die Stadt Potsdam (278,9).

Omikron breitet sich in Brandenburg aus

Nach 36 Fällen am Mittwoch erhöhte sich die Zahl auf 53, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam am Donnerstag, 23.12.2021, mitteilte. Zu Beginn der Woche waren es noch 19 nachgewiesene Fälle. Allein Potsdam meldete zwölf bestätigte Infektionen. Insgesamt wurden aus neun Kreisen und zwei Städten Ansteckungen mit der Omikron-Variante gemeldet.