Die rot-schwarz-grüne Brandenburger Landesregierung sieht derzeit keine Notwendigkeit für schärfere Regeln in der Corona-Krise. „Brandenburg hält die vorhandenen Beschlüsse und Vereinbarungen als Handlungsgrundlage grundsätzlich für ausreichend“, sagte Vize-Regierungssprecherin Eva Jobs am Montag in Potsdam. Die jetzige Verordnung gelte bis zum 21. Dezember.

Familien sollen zu Weihnachten zusammenkommen

Die Landesregierung wolle überdies daran festhalten, dass an Weihnachten bis zu zehn Personen aus dem engsten Familien- und Bekanntenkreis zusammenkommen dürfen. „Familien sollen in dieser schwierigen Zeit die Möglichkeit haben, zum Beispiel auch in mehreren Generationen zusammenzukommen“, sagte Jobs. Das Kabinett werde voraussichtlich bis zum 15. Dezember darüber entscheiden. Dabei müsse selbstverständlich die weitere Entwicklung der Corona-Infektionen berücksichtigt werden. Bisher plant die Regierung diese Lockerung vom 23. bis 27. Dezember.

Vor Weihnachten noch eine Ministerpräsidentenkonferenz

Das Kabinett in Bayern hatte am Sonntag beschlossen, die zunächst von Weihnachten bis Neujahr geplanten Lockerungen bei Corona-Auflagen nur noch vom 23. Dezember bis zum zweiten Weihnachtstag zu erlauben. In anderen Ländern wird bereits überlegt, die gelockerten Regeln auch über Weihnachten zu untersagen. Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) hatte zudem eine weitere Ministerpräsidentenkonferenz vor Weihnachten ins Gespräch gebracht. Nach Ansicht der Brandenburger Regierung bedarf es „nicht zwingend“ einer solchen weiteren Runde vor dem Fest.
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