Die brandenburgische Landesregierung prüft die kostenlose Abgabe von FFP2-Masken an Bedürftige. Das erklärte Sozialministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Mittwoch im Landtag in Potsdam. Ihr Anliegen sei bei ihren Kollegen auf Wohlwollen gestoßen und sie rechne mit einer schnellen Entscheidung dazu, betonte sie in der Fragestunde. Einen Zeitpunkt für die Verteilung konnte sie jedoch noch nicht nennen. Nonnemacher verwies darauf, dass die Masken nicht mehr wie in der ersten Corona-Welle knapp sind, sondern ausreichend und zu moderaten Preisen erworben werden können. Trotzdem könne es zu sozialen Härten kommen, vor allem weil die Masken inzwischen im Öffentlichen Nahverkehr vorgeschrieben sind.
Vorgesehen ist, 550.000 Stück aus den Reserven des Landes für diese Zwecke zu verwenden. Verteilt werden sollen sie beispielsweise über die Tafeln, Familienzentren oder Mehrgenerationenhäuser, erklärte Nonnenmacher. Für die Flüchtlingsunterkünfte gibt es ein Programm des Bundes, das ab dem 14. Februar anlaufen soll, versicherte die Ministerin.

Opposition wirft Regierung soziale Kälte vor

Die Linke im Landtag hatte bereits seit Beginn des Jahres kritisiert, dass Brandenburg im Gegensatz zu anderen Bundesländern keine Ausgabe von kostenlosen Masken plante. Fraktionschef Sebastian Walter hatte der Landesregierung vorgeworfen, dass sie die Auswirkungen der Pandemie auf Sozialschwache nicht im Blick habe.
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