Corona-Krise
: Kleinere Geschäfte in Potsdam wieder geöffnet

Fünf Wochen nach der Schließung wegen der Corona-Pandemie haben Läden mit bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche in Brandenburg am Mittwoch wieder ihre Türen geöffnet.
Von
dpa
Potsdam
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Brandenburg, Potsdam: Nur wenige Passanten gehen um 11:24 Uhr über die in Richtung Katholische Kirche St. Peter und Paul verlaufende Brandenburger Straße. Zahlreiche Geschäfte in der sonst an Wochentagen belebten Einkaufsmeile mussten wegen der Corona-Vorsichtsmaßnahmen geschlossen bleiben. Jetzt öffnen kleinere Geschäfte wieder ihre Türen.

Soeren Stache/dpa

An vielen Geschäften in Potsdam und anderen Städten klebten an den Scheiben Hinweise zu den Abstands- und Hygieneregeln, einige Betreiber forderten Kunden dazu auf, die Räume nur mit Masken zu betreten. Zum Schutz der Mitarbeiter gab es in einigen Geschäften Spuckschutzschilder sowie Abstandsmarkierungen vor den Kassen.

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„Mit der heutigen Wiedereröffnung von Läden bis zu einer bestimmten Größe zeigt sich der erste Silberstreif am Horizont“, sagte Mario Tobias, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam, laut Mitteilung. Die IHK forderte aber gleichzeitig eine Lockerung der Sonn- und Feiertagsregelung bis Ende 2021, um die Umsatzeinbußen einzuholen.

Die Gewerkschaft Verdi warnte vor Risiken für Kunden und Mitarbeiter. Die Arbeitgeber müssten dafür sorgen, dass die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden, sagte eine Sprecherin - beispielsweise mit Desinfektionsmittel für die Kunden, Spuckschutzwänden oder Abstandsmarkierungen. Viele Kunden kamen am Mittwoch nur mit einem Einkaufskorb in die Läden. Durch die begrenzte Korbzahl wollten die Mitarbeiter verhindern, dass zu viele Menschen gleichzeitig in den Geschäften sind.

In Läden in Frankfurt (Oder) war mehr los als sonst

In den Läden in der Innenstadt von Frankfurt (Oder) war am Vormittag sehr viel mehr los, als sonst, wie eine dpa-Reporterin berichtete. Besonders die kleineren Geschäfte in den großen Einkaufscentern seien gut besucht worden. In einigen Läden trugen Verkäufer Mundschutz. Manche Läden boten mit der Lockerung der Beschränkungen auch Rabatte an. Auch in den Einkaufspassagen am Cottbusser Altmarkt war es voller als sonst. Mit dem Spruch „Cottbus hält Abstand“ wurde auf die Regeln hingewiesen.

In Potsdam stand in einigen Läden auch Desinfektionsmittel am Eingang für die Kunden zur Verfügung. Ein großes Kaufhaus in der Innenstadt reduzierte seine Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter, um wieder öffnen zu dürfen. Viele Geschäfte hatten vorerst noch eingeschränkte Öffnungszeiten, nur wenige Läden wollten erst in den kommenden Tagen öffnen. Vor einem Optikgeschäft und einem Pfandleihhaus bildeten sich am Vormittag Schlangen.

Nur sehr wenige Menschen in den Innenstädten trugen am Mittwoch Masken. Bisher gibt es dafür nur eine Empfehlung vom Land - zur Pflicht soll es ab Montag werden. Das Kabinett will am Donnerstag die Maskenpflicht beschließen. Die Landeshauptstadt Potsdam hatte bereits eine Maskenpflicht in Läden ebenfalls ab Montag geplant. Verdi begrüßt diese Pflicht, um das Infektionsrisiko zu senken - und damit zu verhindern, dass ein weiterer Lockdown kommt.