Die Menschen in Brandenburg und Berlin dürfen sich bald auf weitere Lockerungen freuen. Die Arbeitsgruppe Großveranstaltungen, an der die Staatskanzleien der Länder und das Bundeskanzleramt beteiligt sind, hat am Dienstag (6. Juli) beschlossen, dass Sport- und Kulturereignisse ab 5.000 Besucher wieder möglich sein sollen. Die Beschlüsse sollen bundesweit einheitlich gelten – auch Brandenburg will diesen Schritt mitgehen. Das gilt trotz der zunehmend grassierenden Delta-Variante des Coronavirus auch in der Mark. Wann genau es losgehen kann, ist noch unklar.
Wie die Staatskanzlei am Dienstag mitteilte, können unter Einhaltung der Hygienekonzepte insbesondere größere Sport- und Kulturveranstaltungen mit bis zu 25.000 Besuchern beziehungsweise mit einer Auslastung von 50 Prozent der Kapazität stattfinden.

Inzidenz von 35 wird entscheidend

Unterhalb einer 7-Tages-Inzidenz von 35 soll es laut Beschluss möglich sein, auch mehr als 5.000 Personen zu einer Großveranstaltung zuzulassen. Die genaue Zahl richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten, darf aber maximal die Hälfte der Höchstkapazität betragen und 25.000 nicht übersteigen. Verpflichtend sind ein Nachweis über einen negativen Test, den vollständigen Impf- oder Genesenenstatus, eine Kontaktdatenerhebung sowie Abstands- und Maskenpflicht außerhalb des eigenen Platzes.
Nach Angaben der Staatskanzlei will das Kabinett noch im Juli die Umsetzung beschließen. Die erste Kabinettssitzung nach der Sommerpause findet am 20. Juli statt. Dann soll auch die geltende Eindämmungsverordnung des Landes entsprechend angepasst werden. Ab wann genau die Veranstaltungen jedoch erlaubt werden sollen, war am Dienstagnachmittag noch unklar. Für viele Festivals in der Region kommt die Nachricht zu spät – sie wurden bereits abgesagt.
Die letzte Entscheidung über die Zulassung von Großveranstaltungen liegt bei den Gesundheitsämtern. Staatssekretär Benjamin Grimm (SPD) erklärte: „Ich begrüße ausdrücklich, dass Bund und Länder nun einen einheitlichen Rahmen gesetzt haben, den Brandenburg in Landesrecht umsetzen wird. Damit bieten wir den Veranstaltern mehr Planungssicherheit und eine Perspektive für den Sommer.“
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