Rente, Cannabis, Rasseliste
: Das ist ab Juli neu in Berlin und Brandenburg

Die Renten steigen, Cannabisclubs dürfen loslegen und in Brandenburg fällt die „Rasseliste" für Hunde weg. Das ist ab Juli neu in Berlin und Brandenburg.
Von
dpa
Berlin
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Ein Antrag kann sich lohnen: Der Kreis Oder-Spree rechnet damit, dass das ausgezahlte Wohngeld im kommenden Jahr um durchschnittlich 190 Euro steigen wird. Die Zahl der Anspruchsberechtigten dürfte sich verdreifachen. (Symbolbild)

ARCHIV - 04.12.2018, Sachsen, Dresden: Eine Frau hält eine Geldbörse mit Banknoten in der Hand. (zu dpa «Bürgergeld, Rentenerhöhung, 49-Euro-Ticket: Das ändert sich 2023») Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Rente, Cannabisclubs, Blackbox im Neuwagen, Gasumlage, 29-Euro-Ticket – im Juli 2024 ändert sich einiges für Verbraucherinnen und Verbraucher. Eine Übersicht. (Symbolbild)

Monika Skolimowska/dpa

Kiffer warten schon länger auf den Juli, denn dann ist der Anbau von Cannabis in speziellen Clubs möglich. Rentnerinnen und Rentner dürfen sich auf mehr Geld auf dem Konto freuen – und was sich sonst noch im Juli ändert, ein Überblick.

  • Cannabis-Clubs dürfen loslegen
  • Rasseliste in Brandenburg fällt weg
  • Nebenkostenprivileg und Kabelfernsehen
  • Mehr Rente
  • Luxus-Kaufhaus in Berlin schließt
  • Das 29-Euro-Ticket startet in Berlin
  • Blackbox fürs Auto wird Pflicht
  • Getränkedeckel
  • Brustkrebs-Früherkennung
  • Mautpflicht für kleinere Transporter
  • Ganz Deutschland in den Sommerferien
  • Bundestagsdiäten steigen
  • Organspenderegister für Kliniken abrufbar
  • Gasspeicherumlage

Cannabis-Clubs

Ab dem 1. Juli darf die Droge laut Cannabis-Gesetz in speziellen Vereinen gemeinschaftlich angebaut und an Vereinsmitglieder abgegeben werden. Der Konsum in den Anbauvereinigungen, wie sie im Gesetz heißen, ist aber nicht erlaubt. Die Vereine dürfen maximal 500 Mitglieder haben und Cannabis in begrenzten Mengen nur an diese Mitglieder abgeben und nicht verkaufen.

Was beim Autofahren in Verbindung mit Cannabis wichtig ist, lesen Sie hier.

Rasseliste in Brandenburg fällt weg

In Brandenburg wird die Rasse-Liste für Hunde abgeschafft. Ab dem 1. Juli tritt eine neue Hundehalterverordnung in Kraft. Was dazu bekannt ist und was nun bei der Anschaffung von Pitbull & Co. gilt, lesen Sie hier.

Die Neuerung ist Teil einer ganz neuen Hundehalterverordnung, die noch viel mehr Neuerungen mit sich bringt. Worauf sich Halterinnen und Halter von Hunden einstellen müssen, lesen Sie hier.

Nebenkostenprivileg und Kabelfernsehen

Ab dem 1. Juli entfällt das Nebenkostenprivileg beim Kabelfernsehen. Das bedeutet, dass diejenigen, die bisher Kabelfernsehen über die Nebenkosten genutzt haben, ab heute buchstäblich in die Röhre schauen. Welche Alternativen es gibt und was sie kosten, lesen Sie hier.

Rentenzuschläge ab Juli 2024

Die mehr als 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland erhalten zum 1. Juli um 4,57 Prozent steigende Bezüge. Erstmals gehen die Renten in Ost und West in gleichem Ausmaß in die Höhe. Eine Rente von 1000 Euro steigt damit um 45,70 Euro.

Ab Juli sollen zudem rund drei Millionen Menschen einen kräftigen Zuschlag auf ihre Erwerbsminderungsrente bekommen: Bei einem Rentenbeginn zwischen Januar 2001 und Juni 2014 beträgt der Zuschlag 7,5 Prozent. Liegt der Rentenbeginn zwischen Juli 2014 und Dezember 2018, beträgt er 4,5 Prozent.

Luxus-Kaufhaus in Berlin schließt

Das französische Luxus-Kaufhaus Galeries Lafayette wird seinen Standort in Berlin am 31. Juli für Kundinnen und Kunden schließen. Es ist die einzige Filiale in Deutschland.

Das 29-Euro-Ticket startet in Berlin

Das viel diskutierte 29-Euro-Ticket für Busse und Bahnen in Berlin startet. Über die Einführung des Berlin-Abos, das es parallel zum bundesweit gültigen 49-Euro-Ticket geben soll, war lange diskutiert worden. Die Berliner SPD hatte im Wahlkampf vor der Wiederholung der Abgeordnetenhauswahl 2023 dafür geworben. Zuletzt hatte es auch aus der CDU angesichts der Haushaltslage skeptische Stimmen gegeben — inzwischen haben sich beide Koalitionsparteien aber verständigt.

Blackbox fürs Auto wird Pflicht

Ab dem 7. Juli müssen in Deutschland neu zugelassene Pkw mit einem sogenannten Event Data Recorder ausgestattet sein. Wie die Blackbox bei Flugzeugen sollen Daten gespeichert werden, die im Falle eines Unfalls zur Aufklärung ausgelesen werden können.

Deckel bei Getränken

Um den Müll in der Landschaft zu verringern, sind vom 3. Juli an lose Verschlusskappen bei bestimmten Getränken verboten. Das betrifft Einwegverpackungen, die ganz oder teilweise aus Kunststoff bestehen - etwa Saftkartons oder Einweg-PET-Flaschen - mit einem Volumen bis zu drei Litern.

Brustkrebs-Früherkennung

Die Altersobergrenze der kostenlosen Brustkrebsvorsorge für gesetzlich Versicherte wird von 69 auf 75 Jahre angehoben. Umgesetzt werden soll die Neuregelung zum 1. Juli.

Mautpflicht für kleinere Transporter

Zum 1. Juli gilt die Mautpflicht auch für kleinere Transporter mit mehr als 3,5 Tonnen. Bisher greift sie ab 7,5 Tonnen.

Ganz Deutschland in den Sommerferien

Ab dem 26. Juli, wenn die Schülerinnen und Schüler in Bayern als letzte in die Sommerferien starten, sind für wenige Tage alle Schulen in Deutschland gleichzeitig geschlossen. Am 1. August geht es wieder los: Dann beginnt für die Kinder und Jugendlichen in Thüringen das Schuljahr 2024/25. Traditionell gibt es in Deutschland viele unterschiedliche Ferienstarttermine, die die Bundesländer untereinander abstimmen. In diesem Jahr sind es sieben verschiedene Termine.

Das sind die Termine für die Ferien 2025 im Überblick:

Bundestagsdiäten steigen

Für die 734 Abgeordneten im Bundestag gibt es mehr Geld: Zum 1. Juli steigen die Diäten um sechs Prozent. Die Abgeordnetenentschädigung steigt dann um 635,50 auf 11 227,20 Euro im Monat.

Organspenderegister für Kliniken abrufbar

Ab dem 1. Juli soll es für Klinken möglich sein, Daten aus dem Organspende-Register zu suchen und abzurufen. Freiwillige können seit März Erklärungen zu ihrer Spendenbereitschaft von Organen und Gewebe über die Online-Funktion des Personalausweises eintragen.

Gasspeicherumlage

Die Gasspeicherumlage, die einen Teil des Erdgaspreises ausmacht, steigt zum 1. Juli auf 2,50 Euro je Megawattstunde (0,25 Cent je Kilowattstunde). Bisher liegt sie bei 1,86 Euro je Megawattstunde. Für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20 000 Kilowattstunden ergeben sich Mehrkosten von knapp 13 Euro im Jahr.

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